Wind Messe

Windtestfeld-Nord wird pünktlich zur Husum Wind 2017 fertiggestellt

| Redakteur: Bernhard Richter

Das Windtestfeld-Nord in der Südermarsch
Das Windtestfeld-Nord in der Südermarsch (Bild: HUSUM WindMesse Husum & Andreas Birresborn)

Das Schaufenster für Innovationen und weitere Kompetenzzentren der Region können bei Exkursionen erkundet werden.

Was andere nur im Modell zeigen können, gibt es bei der Husum Wind live und in Farbe: Innovationen in Aktion. Möglich macht dies das Windtestfeld-Nord, welches am 7. September nur wenige Fahrminuten vom Messegelände entfernt eingeweiht wird. Besucher und Aussteller können hier sechs neuartige Windkraftanlagen in der Testphase bestaunen. Fünf Prototypen stehen bereits, die letzte Anlage des Herstellers Senvion wird kurz vor der Messe fertiggestellt. Die Messe Husum & Congress GmbH ist eine der Gesellschafterinnen der nicht gewinnorientierten Windtestfeld-Nord GmbH.

Das Windtestfeld befindet sich in der Gemeinde Südermarsch – wo die Bedingungen nahezu perfekt sind. Dank des stabil starken Windes werden die 1000 Volllaststunden, die für die Zertifizierung einer neuen Anlage benötigt werden, hier bereits in rund vier Monaten erreicht. Andernorts nimmt dies etwa neun Monate in Anspruch. Zudem entfällt mit einem Platz auf dem Windtestfeld die meist umständliche Standortsuche für Testanlagen. Zusammen mit der Husum Wind als Nachbarin unterstreicht dies die Bedeutung der Region als Kompetenz- und Innovationszentrum der deutschen Windindustrie.

Messeprogramm ideal ergänzt

„Das Windtestfeld ergänzt unser Messeprogramm ideal, denn es zeigt, was Husum als Messestandort so besonders macht: Diese einzigartige Verbindung von Theorie und Praxis gibt es nur hier, wo man nicht nur mit Windenergie arbeitet, sondern sie unmittelbar erlebt“, sagt Peter Becker, Geschäftsführer der Messe Husum & Congress. „Es gibt ohnehin nur wenige Windtestfelder in Deutschland – und mit unseren besonderen Bedingungen sind wir einzigartig. Was uns zudem auszeichnet, ist die Wertschöpfung für die Region“, betont Holger Arntzen, Geschäftsführer der Windtestfeld-Nord GmbH. Faktoren wie ein Unternehmensstandort in Schleswig-Holstein, die Anzahl der Mitarbeiter, die gezahlte Gewerbesteuer sowie der Innovationsgrad spielten bei der Auswahl der Anlagenbetreiber eine Rolle.

Nach diesen Kriterien wurden die sechs Standorte auf dem Testfeld in einem Bewerbungsverfahren schließlich an Sky Wind, Siemens, Senvion, Nordex, Enercon und GE vergeben. Die Standorte werden für 10 Jahre verpachtet, danach wird neu ausgeschrieben. Auf der 150 Hektar großen Fläche sind Anlagen mit einer erlaubten Bauhöhe von bis zu 200 Metern zugelassen. Die Akzeptanz der Anwohner war von Beginn an groß – nicht zuletzt, da durch das Testfeld auch die örtliche Wirtschaft gestärkt wird. Ende Februar 2017 wurde zudem ein Umspannwerk in Betrieb genommen, um den erzeugten Strom direkt in die vor Ort verlaufende 110 Kilovolt-Hochspannungstrasse einzuspeisen, die den Strom in ganz Deutschland verteilt. Inzwischen sind ca. 35 Millionen Euro in den Ausbau geflossen, viele regionale Unternehmen waren beteiligt.

Während der Messetage werden die Windkraftanlagen zum Kunstwerk: Mit einer einzigartigen und stimmungsvollen Lichtinstallation der Künstlerin Gisela Meyer-Hahn werden die Anlagen in farbiges Licht getaucht, das in einer fein austarierten Komposition wechselt. Das besondere Farbspiel ist vom 11. bis 15. September jeweils von 18 bis 24 Uhr zu bestaunen. (br)

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