Fahrerassistenzsysteme

Wie Assistenzsysteme autonomen Fahrzeugen das Sehen ermöglichen

| Autor / Redakteur: Narayan Purohit * / Thomas Kuther

Autonomes Fahren: Mehrere Kameras und intelligente Bildverarbeitung sind Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug seine Umgebung wahrnehmen kann.
Autonomes Fahren: Mehrere Kameras und intelligente Bildverarbeitung sind Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug seine Umgebung wahrnehmen kann. (Bild: © RioPatuca Images - Fotolia)

Leistungsfähige Assistenzsysteme ebnen den Weg in Richtung auto­nomes Fahren. Besonders wichtig sind dabei Bildverarbeitungssysteme, mit denen das autonome Auto seine Umgebung „sehen“ kann.

Im Laufe der Zeit wurden in Personenkraftwagen Hunderte neuer Ideen verwirklicht sowie Systeme und Funktionen entwickelt, die heute zu einem Standard-Ausstattungsmerkmal zählen. Einige dieser Funktionen stechen durch ihre Leistungsfähigkeit, den Komfort und die Sicherheit, die sie bieten, hervor. Dazu zählen Turbolader, Kraftstoff-Einspritzsysteme, Navigations-/Infotainment-Systeme, Airbags und Antiblockiersysteme.

Zukünftige Assistenzsysteme werden völlig neue Funktionen im Auto ermöglichen

Der heutige Oberbegriff für eine Reihe von Funktionen im Auto lautet ADAS (Advanced Driver Assistance Systems). Diese Systeme unterstützen, ergänzen und ersetzen sogar den Fahrer, um die Gefahren durch menschlichen Konzentrationsverlust, Fehleinschätzung und Müdigkeit zu verringern. Eine wichtige Funktion für zukünftige ADAS-Anwendungen ist die Bildverarbeitung. Die technologische Weiterentwicklung von CMOS-Bildsensoren spielt dabei eine entscheidende Rolle, um Systeme auf den Markt zu bringen, die in den nächsten Jahren völlig neue Funktionen in unseren Autos ermöglichen.

Die Oberklasse bietet schon viele ADAS-Funktonen

Einige Fahrzeuge der Oberklasse bieten bereits grundlegende ADAS-Funktionen wie Spurhalteassistent, Kollisionswarnung, adaptives Fernlicht, autonomes Bremsen und andere Sicherheitsfunktionen. Kameras unterstützen den Fahrer in vielerlei Hinsicht, z.B. beim Einparken über Rückfahrkameras, als Parkassistent, bei der Rundum-Ansicht (Surround View) sowie bei der Beifahrer-/Mitfahrer-Beobachtung. Die Zahl und Vielfalt dieser Anwendungen wächst dabei stetig.

Schon in zwei bis drei Jahren werden wir eine Verschmelzung bestehender ADAS-Funktionen mit Bildverarbeitungsfunktionen sehen. Dies ermöglicht hochverlässliche Systeme, die auf Basis von Echtzeit-Ereignissen oder der Vorhersage von Situationen teilweise die Kontrolle über die Fahrzeugbewegung übernehmen. Bildsensoren können dann z.B. Seiten- und Rückspiegel ersetzen, um tote Winkel zu vermeiden. Als Teil eines ADAS kann ein Fahrzeug dann auch automatisch daran gehindert werden, seine Richtung zu ändern, z.B. wenn es in einen gefährlichen Straßenverlauf bzw. in eine falsche Fahrspur gerät.

Ziel ist das vollständige autonome Fahrzeug

Ein automatisches Bremsen oder Lenken auf Basis von Bildsensoren und anderer Komponenten (LiDAR, RADAR) vermeidet Unfälle und ändert letztendlich die Art und Weise wie wir fahren und reisen. Ziel ist das vollständige autonome Fahrzeug. Für diejenigen, die das interaktive Fahren schätzen, sind das zwar schlechte Nachrichten; aber die tiefgreifenden Änderungen werden von allen geschätzt, die schnell von A nach B gelangen möchten – und das mit möglichst komfortabel und sicher.

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