Digitalisierung

Vorzeigefabrik zeigt, wie die Digitalisierung umgesetzt werden kann

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die „Arena der Digitalisierung“ zeigt, wie die Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt werden kann.
Die „Arena der Digitalisierung“ zeigt, wie die Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt werden kann. (Bild: www.siemens.com/press)

Siemens hat in Bad Neustadt an der Saale eine Vorzeigefabrik für Digitalisierung eröffnet. Dort will das Unternehmen für Kunden veranschaulichen, wie Produkte für die Digitalisierung in bereits bestehende Fertigungen integriert werden können.

Siemens baut den Standort Bad Neustadt an der Saale zur Vorzeigefabrik für Digitalisierung in der Metallbearbeitung aus. Seit 80 Jahren fertigt das Unternehmen an diesem Standort Elektromotoren für den industriellen Einsatz. Nun zeigt Siemens dort in der neuen „Arena der Digitalisierung“ auf über 800 m2 Kunden und Partnern, wie Digitalisierung in der Metallbearbeitung und Motorenproduktion eingesetzt werden kann.

Digital Enterprise umfasst die gesamte Wertschöpfungskette

„Die Industrie steht angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und der daraus entstehenden Anforderungen vor neuen Chancen “, sagt Siemens-Vorstandsmitglied Klaus Helmrich. „Im Zentrum steht die Individualisierung der Produkte sowie Qualität, Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität.“

Siemens bietet deshalb unter dem Dach der Digital Enterprise Produkte und Lösungen an. Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory, erklärt: „Unser Angebot umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: Beginnend bei Produktdesign über die Produktionsplanung, die Produktion selbst bis hin zu Services. Übergreifend dienen Teamcenter als allen zugängliche Datenbasis und MindSphere als Plattform für Life-Cycle und Data Analytics.“

Konkrete Beispiele veranschaulichen Vorteile der Digitalisierung

Siemens zeigt in seinem Elektromotorenwerk anhand von sechs konkreten Themenfeldern, wie Produkte in einer bereits bestehenden und laufenden Fertigung Schritt für Schritt implementiert werden können.

„Im heutigen Elektromotorenwerk fordern uns neue Entwicklungen, individuelle Produkte und die hohe Produktvarianz heraus“, fasst Wolfgang Heuring, CEO von Siemens Motion Control, die heutige Situation zusammen. „Die Digitalisierung hilft uns dabei. Am Beispiel unserer eigenen Fertigung wollen wir darüber hinaus unseren Kunden – also Maschinenbauern und -betreibern – zeigen, wie Siemens-Technologie zur Digitalisierung beitragen kann.“

Umstellung als kontinuierlicher Prozess

Peter Deml, der Leiter des Werks, erklärt, warum die Digitalisierung ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess ist: „Zu Beginn haben wir den Fokus auf die Durchgängigkeit in der CAD-CAM/CNC-Kette gesetzt. Wir synchronisierten bisher getrennt arbeitende Systeme und versahen sie mit digitalen Schnittstellen. Außerdem haben wir neue Werkzeuge implementiert, unsere NC-Programme optimiert und verschiedene Designanpassungen vorgenommen.“

Im Ergebnis erreichte das Werk bis heute um 40 % kürzere Durchlaufzeiten bei Prozessänderungen, um 50 % beschleunigte Korrekturschleifen und um 60 % verkürzte Hochlaufzeiten neuer Maschinen. (kj)

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