Engineering

Unternehmensgruppe um Rittal und Eplan übernimmt Engineering-Spezialist

| Redakteur: Monika Zwettler

Die Friedhelm Loh Group erweitert mit der Übernahme des Engineering-Spezialisten Cideon ihre Kompetenzen im mechanischen Engineering.
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Die Friedhelm Loh Group erweitert mit der Übernahme des Engineering-Spezialisten Cideon ihre Kompetenzen im mechanischen Engineering. (Bild: konstruktionspraxis)

Auf der EMO 2013 in Hannover hat die Friedhelm Loh Group mitgeteilt, dass der Engineering-Spezialist und Autodesk-Platinum-Partner Cideon aus Bautzen Teil der Unternehmensgruppe wird. Damit wird deren Kompetenz im mechanischen Engineering weiter ausgebaut und das mechatronische Engineering vorangetrieben.

Die Cideon AG, Bautzen, weltweit agierender Engineering-Spezialist und einer der führenden Autodesk-Platinum-Partner in Deutschland, wird Teil der Friedhelm Loh Group mit Sitz in Haiger. Damit baut die Unternehmensgruppe um die Firmen Rittal, Eplan und Kuttig ihre Kompetenz im mechanischen Engineering weiter aus und treibt das mechatronische Engineering mit der dazu gewonnenen Schnittstellen-Kompetenz verstärkt voran. Mit den zusätzlichen 420 Mitarbeitern arbeitet künftig jeder zehnte Mitarbeiter in der Friedhelm Loh Group im Bereich Software und Engineering.

Ziel: Führender Engineering-Anbieter

Nach der Übernahme der Kuttig Computeranwendungen GmbH im Juni wird nun mit dem Engineering-Spezialist Cideon ein weiteres Unternehmen im Bereich Software und Engineering der weltweit tätigen Friedhelm Loh Group angehören. Die Unternehmensgruppe hat die Aktienanteile an dem Software- und Systemhaus erworben und wird damit größter Autodesk-Partner (Value Added Reseller) im Bereich Mechanik im deutschsprachigen Raum. Der Vollzug der Transaktion muss noch vom Bundeskartellamt freigegeben werden. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Ziel ist, mit Eplan und Cideon und der internationalen Aufstellung von Rittal als Weltmarktführer für Schaltschranksysteme auch führender Lösungsanbieter im Elektro- und Mechanik-Engineering zu werden. Das gilt sowohl für die Produktebene als auch für die Prozessberatung und Implementierung. Mit diesem Zusammenschluss wird das Know-how in Mechanik-CAD und Elektro-CAD gebündelt. Starke Partnerschaften zu SAP und Autodesk sowie die tiefe Integration zu ERP- und PLM-Systemen bilden die Basis für den Erfolg.

Ausbau der mechanischen Kompetenz

„Durch die Akquisition von Cideon haben wir unsere mechanische Kompetenz deutlich ausgebaut und sind gemeinsam mit Eplan als führendem Lösungsanbieter im Elektro-Engineering bestens gerüstet für die Megatrends Mechatronik und Industrie 4.0“, erklärt Friedhelm Loh, Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group. „Damit ist die Friedhelm Loh Group einer der führenden Software-Anbieter im Bereich Mechatronik.“

Die Grundvoraussetzung für das mechatronische, interdisziplinäre Engineering der Zukunft ist eine Durchgängigkeit bei allen Prozessen im Verlauf der Produktentstehung. Daten in E-CAD (Electrical Computer-Aided Design), M-CAD (Mechanical Computer-Aided Design) und PLM (Product Lifecycle Management) sollen die Wertschöpfungskette im Gesamtprozess eines Kunden konsistent durchlaufen. Erst über eine hohe Schnittstellen-Kompetenz lassen sich diese mechatronischen Projekte effizient umsetzen.

IT- und Integrationskompetenz erweitern

Bereits heute bietet Cideon umfangreiche Schnittstellen von allen marktführenden M-CAD-Systemen zu SAP an. Auch Eplan verfügt innerhalb seiner E-CAD-Lösungen über Schnittstellen zu verschiedenen ERP- und PLM-Systemen, unter anderem auch zu SAP und Siemens Teamcenter. Durch die konsequente Erweiterung der IT- und Integrationskompetenz wird die Gruppe zum Marktführer für Schnittstellenentwicklung im Bereich Mechanik- und Elektro-CAD zu den verschiedenen Systemen von Siemens, PTC, Dassault Systems und Autodesk selbst.

„Dass wir mit Eplan und Cideon neben marktführenden Software-Technologien für E-CAD, M-CAD und PLM auch Prozessberatung und Implementierung in diesen Bereichen komplett abdecken, ist im Markt einzigartig“, erklärt Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan, der die Integration der Software-Geschäftsfelder der Rittal Software Systems verantwortet.

Know-how soll bei Cideon gebündelt werden

Das zuvor bei Eplan und jetzt bei Kuttig vorhandene Mechanik-Know-how wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt bei Cideon gebündelt, um die positiven Effekte aus dem Zusammenschluss schnellstmöglich zugänglich zu machen.

„Der Zusammenschluss wird dafür sorgen, dass wir unseren Kunden im Engineering nutzbringende Lösungen in einer bisher nicht vorhandenen Produktbreite und gleichzeitig einer ausgeprägten Beratungs- und Implementierungstiefe anbieten können. Damit bauen wir unsere marktführende Rolle weiter zum Mechatronik-Anbieter aus. Besonders die internationale Aufstellung von Rittal und Eplan wird uns dabei helfen, unsere Produkte und Lösungen auch international, vor allem im asiatischen Raum, viel stärker zu vermarkten“, erklärt Lenz Finster, Vorstandsvorsitzender bei der Cideon AG. (mz)

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