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Trotz schwierigem Umfeld: Maschinenbau steigert Exporte leicht

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.
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VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. (Bild: VDMA)

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Die Maschinenbauer in Deutschland haben in einem schwierigen Jahr ihre Exporte leicht steigern können. Insgesamt wurden 2015 für mehr als 155 Milliarden Euro Maschinen und Anlagen ins Ausland verkauft. Das war ein Zuwachs von 2,6 % zum Vorjahr (2014: knapp 152 Milliarden Euro). Nach Abzug der Preissteigerungen bedeutet dies ein reales Plus von 0,9 %. Das vierte Quartal brachte lediglich ein nominales Wachstum der Exporte von 1,1 % (real minus 0,3 %). Das hat der VDMA mitgeteilt.

„Damit ist es trotz aller Unsicherheiten in den Märkten gelungen, einen neuen Export-Rekord aufzustellen“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Unser Bild der Bedeutung einzelner Märkte ist aber neu justiert worden.“ So wurde China an der Spitze der wichtigsten Maschinenexport-Märkte von den USA abgelöst. Während die Ausfuhren des Maschinenbaus nach China um 5,9 % auf 16 Milliarden Euro zurückgingen, stieg der Export in die USA um 11,2 % auf 16,8 Milliarden Euro an.

Exporte nach Polen legen um 14 % zu

Die zweite kräftige Veränderung betraf – erwartungsgemäß – das Russlandgeschäft. Dies ging abermals um 26,8 % auf lediglich 4,7 Milliarden Euro zurück. Russland, das im Jahr 2013 noch der viertwichtigste Handelspartner hinter China, den USA und Frankreich war, landete 2015 damit auf Rang zehn der deutschen Exportdestinationen. Ins Rampenlicht gerückt ist dafür ein Nachbarland: Den stärksten absoluten Zuwachs in Europa verzeichnete das Geschäft mit Polen. Die Exporte dorthin legten um 14 % auf 5,7 Milliarden Euro zu - Platz 8 unter den Exportmärkten.

Die Exporte in die EU insgesamt wuchsen um 6,7 % auf knapp 70 Milliarden Euro. Damit wurden 44,8 % aller von Deutschland exportierten Maschinen in der EU abgesetzt. An dem Zuwachs waren fast alle Länder beteiligt, Italien und Spanien sogar zweistellig, während die Ausfuhren nach Frankreich, dem drittwichtigsten Markt der deutschen Maschinenexporteure, exakt auf dem Vorjahresniveau verharrten

OPEC-Länder auf Bestellniveau des Vorjahres

Von den außereuropäischen Schwellenländern kamen nur vereinzelt Impulse. In Lateinamerika ragte die Steigerung der Exporte nach Mexiko um 40,4 % heraus, womit dieser Markt Brasilien überholte und nun zu den „Top 20“ gehört. Südamerika insgesamt blieb um 6,2 % unter dem Vorjahreswert, ebenso wie Südostasien mit minus 7,6 %. Die OPEC-Länder in Summe blieben im Zuge fallender Ölpreise um 9,2 % unter dem Bestellniveau des Vorjahres, während Saudi-Arabien und die Emirate nochmal jeweils um 7,2 % zulegen konnten.

Die Importe von Maschinenbauprodukten wuchsen 2015 mit 4,5 % etwas stärker als die Exporte auf 62 Milliarden Euro. Während die Importe aus Italien, dem wichtigsten Herkunftsland von Maschinenbauprodukten im deutschen Import, etwas nachgaben und die Einfuhren aus der Schweiz leicht anstiegen, nahmen die Importe aus China und den USA sogar zweistellig zu.

Die Bedeutung der USA als Handelspartner für die deutschen Maschinenbauer sieht Wiechers durch die Daten aus 2015 unterstrichen. „Wir freuen uns auf die Hannover-Messe mit den USA als Gastland und setzen weiterhin auf gute Fortschritte beim Freihandelsabkommen TTIP“, resümierte er. (jup)

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