Torquemotor

Torquemotoren – Stärken, Einsatzgebiete und typische Optimierungskriterien

| Redakteur: Ute Drescher

Bernhard (l.) und Johannes (r.) Oswald in der Montage der Oswald Elektromotoren. Das Unternehmen ist einer der führenden Torquemotorenhersteller von 100 Nm aufwärts. 2015 hat Oswald seine Torquemotorenreihe nochmal nach oben erweitert.
Bernhard (l.) und Johannes (r.) Oswald in der Montage der Oswald Elektromotoren. Das Unternehmen ist einer der führenden Torquemotorenhersteller von 100 Nm aufwärts. 2015 hat Oswald seine Torquemotorenreihe nochmal nach oben erweitert. (Bild: Oswald)

Torquemotoren können neben Asynchronmotoren auch Getriebemotoren, Motor-Riemenkombinationen oder Hydrauliken ersetzen. Wer bereit ist umzudenken, erreicht so enorme Verbesserungen.

Klassisch werden Elektro- und vor allem Normmotoren nach wie vor über ihre Leistungswerte verkauft. Dabei setzen Käufer und Verkäufer in Europa stillschweigend eine Netzfrequenz von 50 Hz voraus. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Selbst ohne Umrichtertechnik bringt ein europäischer 100-kW-Motor in den USA bei 60 Hz 120 kW. Die mögliche Leistung ist direkt proportional zur Motordrehzahl. Eine Motorkennzeichnung durch die Leistung ist wenig aussagekräftig. In einer Welt, in der nahezu jeder Elektromotor mit geeigneter Elektronik drehzahlvariabel gefahren werden kann, sollten Techniker und Einkäufer umdenken. Am Umrichter hätte derselbe Motor z.B. bei einer Frequenz von 300 Hz eine Leistung von 600 kW, bei 5 Hz dagegen nur 10 kW. Die Umrichtertechnik macht es möglich. Ob ein 100 kW Motor bei 600 kW im Dauerbetrieb betrieben werden darf, ist dabei eine ganz andere Frage.

Erstes Auswahl- oder Vergleichskriterium: das Drehmoment

Um eine Maschine mit einem Elektromotor anzutreiben sind zunächst mal die Kraft, respektive das Drehmoment des Antriebs ausschlaggebend. Motoren einer Baureihe unterscheiden sich typischerweise durch ihre Größe und damit durch ihre Kraft, ihr Dreh-Moment und nicht nur ihre Leistung. Das erste Auswahl- oder Vergleichskriterium ist also das Drehmoment M. Es bestimmt die erforderliche Motorgröße und beantwortet die Frage ob ein Motor für eine vorliegende Aufgabe geeignet ist oder nicht.

Damit die Kraft, das Moment eines kleinen Motors ausreicht, wurden früher oft Untersetzungsgetriebe eingesetzt. Mit der Untersetzung geht die Drehzahl nach unten und das Drehmoment erhöht sich proportional. Bei sehr einfachen Anwendungen mag diese Vorgehensweise auch heute noch passen. Legt man jedoch Wert auf optimale Produktivität und Effizienz der jeweiligen Maschine, so lohnt es sich genauer hinzusehen. Moderne Motortechnik bietet heute ein Vielfaches an Dynamik, Energie- und Geräuschoptimierung oder Kompaktheit, um nur einige Stichworte zu geben.

Ergänzendes zum Thema
 
Fliegen mit supraleitenden Torquemotoren

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