24. Internationale Schiffbaufachmesse
SMM 2010 ausgebucht
08.02.2010 | Redakteur/Autor: Karl-Ullrich Höltkemeier
Die SMM 2010 – 24. Internationale Schiffbaufachmesse 7. – 10. September 2010 auf dem Gelände der Hamburg Messe wird restlos ausgebucht sein. Rund 2.000 Aussteller und mehr als 50.000 Fachbesucher werden die die Messe zum Zentrum der internationalen Schiffbauindustrie machen.
Zum Top-Event des Weltschiffbaus kommen Aussteller aus 50 Ländern, darunter die wichtigen Werften der führenden Schiffbauländer, die Marktführer der maritimen Zulieferindustrie wie auch zahlreiche innovative kleine und mittlere Unternehmen, die mit kreativem Engagement und neuen Technologie- und Produktentwicklungen schon bei den früheren SMM für Furore sorgten. Die Weltleitmesse des internationalen Schiffbaus ist der Trendsetter und Trendbeschleuniger maritimer Technologien.
Mehr als 100 Neuausteller aus allen Angebotsbereichen konnten zur SMM 2010 zugelassen werden. So wählte im Bereich Werftindustrie die indische Werft Pipavav Shipyard Ltd. die SMM 2010 als ersten Auftritt auf internationaler Bühne. Indiens größte und modernste Werft baut Frachtschiffe, Schiffe für den Offshorebereich sowie Marineschiffe. Die Pipavav-Planung: bis 2015 will die private Werft weltweit zu den Top Ten der Schiffbauunternehmen gehören. Im Motorenbereich präsentiert sich als neuer Anbieter John Deere Power Systems aus Frankreich. Im Offshore-Sektor versucht Zamil Offshore Services aus Saudi-Arabien auf der SMM 2010 neue internationale Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.
Da zahlreiche internationale Vorschriften die Entwicklung neuer Produkte erforderlich machen, wird gerade die SMM 2010 zu einer Bühne für den Wettlauf der jüngsten marktfähigen Innovationen werden. Das gilt insbesondere für „environmental technologies“, Klima- und Umweltschutz sowie Energieeffizienz. Zu diesen Schwerpunktthemen der diesjährigen SMM steuern sicherlich auch die traditionell stark vertretenen Bereiche der Werftindustrie, Antriebstechnik, Elektronik und Elektrotechnik neue Entwicklungen bei. Größeren Raum als in der Vergangenheit nimmt auf der SMM 2010 auch das Thema Offshore und Spezialschiffbau ein. Maritime Zulieferer bauen dieses Segment verstärkt aus.
Die Talsohle der Finanz- und Wirtschaftskrise ist durchschritten
Das ist unter Experten Konsens. Davon profitiert auch die SMM 2010. Die Weltwirtschaft werde im Jahr 2010 um 3,1% wachsen, so die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Oktober 2009. Getragen werde diese Entwicklung in erster Linie durch die Dynamik in Asien, vorwiegend in China und Indien. Das Reich der Mitte hat jüngst auch größere Bewegung im Schiffbaumarkt verursacht.
An der Spitze der Weltrangliste der Schiffbauländer gab es eine Wachablösung. China hat hinsichtlich der Auftragseingänge im vergangenen Jahr und in Punkto Auftragsbestand die südkoreanische Schiffbauindustrie überflügelt, wie die Marktbeobachter von Clarkson Research ermittelten. Demnach standen am ersten Januar 2010 im Orderbuch des Weltschiffbaus insgesamt 7.954 Schiffe mit einer Tonnage von 152,5 Mio. CGT, wovon die chinesische Schiffbauindustrie einen Marktanteil von 34,9 Prozent hält. Korea kommt auf 34,6 Prozent. Als Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung verzeichnet die SMM Hamburg folgerichtig auch eine starke Nachfrage nach Ausstellungsfläche aus China, und es zeichnet sich schon jetzt ab, dass zahlreiche Besucher und Delegationen aus dem Land der Mitte Hamburg zur SMM einen Besuch abstatten werden.
Begleitet wird die SMM 2010 von einem hochkarätigen Rahmenprogramm
Die rund 150 Workshops, Symposien und Konferenzen decken alle derzeit virulenten Themen der Schiffbaubranche ab. Das schon traditionelle Ship Finance Forum führt Banker, Reeder und Manager der Werft- und Zulieferindustrie bereits am Vortag der SMM, am 6. September zusammen.
Erstmals treffen sich in Hamburg anlässlich der SMM die führenden Entscheider der maritimen Industrie, um auf dem ersten Global Maritime Environmental Congress (GMEC) am 7. und 8. September gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft über das bisher Erreichte zu diskutieren und neue Weichen für die maritime Zukunft im Umweltschutz zu stellen. Der Workshop zum Themenkomplex Offshore wird am 8. und 9. September durchgeführt. Der CIMAC Circle, die Veranstaltung des internationalen Councils zum Thema Verbrennungsmotoren, stellt am 9. September die Kosten in den Mittelpunkt.
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