Energieführung

Selbstführendes Energieketten-System für lange Wege

13.02.11 | Redakteur: Juliana Schulze

In der „Auto-Glide“-Ausführung fädelt sich das Obertrum der Energiekette „E2/000“ von selbst auf dem Untertrum ein. Dadurch lassen sich ohne Rinne jetzt lange Wege bis 50 m zurücklegen. (Bild: Igus)
Bildergalerie: 2 Bilder
In der „Auto-Glide“-Ausführung fädelt sich das Obertrum der Energiekette „E2/000“ von selbst auf dem Untertrum ein. Dadurch lassen sich ohne Rinne jetzt lange Wege bis 50 m zurücklegen. (Bild: Igus)

Igus hat mit der „Auto-Glide“-Ausführung eine Variante seiner Energiekettenserie „E2/000“ entwickelt, die sich für lange Wege eignet, kostensparend ohne Rinnen.

Lange Verfahrwege stellen immer besondere Anforderungen an Energiekettensysteme. Ab einem bestimmten Punkt benötigt das Obertrum der Kette die Möglichkeit auf dem Untertrum oder auf Gleitschienen zu gleiten. Auch sind Führungen, zumeist Rinnen, erforderlich, um einen seitlichen Versatz und damit verbunden erhöhten Verschleiß des Kettensystems zu verhindern.

Führungsrinnen bei Indoor-Anwendungen unerwünscht

In vielen Anwendungen aber sind Führungsrinnen nicht erwünscht weil sie stören. Das betrifft insbesondere Indoor-Anwendungen, etwa mit Hallenkranen, Regalbediengeräten, Förderanlangen und ähnlichen Handlings. Ist zum Beispiel in einer Halle eine Rinne querverlegt, dann ist die Bahn nicht frei für Gabelstapler oder Flurförderzeuge. Deshalb gibt es die Energiekettenserie „E2/000“ jetzt auch als selbstführende „Auto-Glide“-Kette. Diese Ausführung gleitet ohne Rinne sicher auf Verfahrwegen bis 50 m und Geschwindigkeiten bis 1,5 m/s. Überdies sparen Anwender so Material- und Montagekosten.

Obertrum fädelt sich in Untertrum ein

Beim „Auto-Glide“-Mechanismus – es gibt verschiedene patentierte Varianten – fädelt sich das Obertrum der Energiekette auf dem Untertrum ein und wird durch spezielle, kammartige Öffnungsstege sicher geführt. Für die „E2/000“-Serie wurde das sich selbst führende, im Innenradius aufklappbare Kettensystem jetzt ausgebaut und optimiert: Die neuen „Auto-Glide“-Öffnungsstege haben größere Gleitflächen, was die Lebensdauer des Energiekettensystems noch weiter erhöht. Zudem sorgt ein aufsteckbarer Führungsflügel auf den ersten Metern des Verfahrwegs für ein sicheres Einfädeln des Obertrums der Kette. Dieser Flügel wird nur ein mal benötigt, und zwar an jenem Kettenglied, welches zuerst auf das Untertrum trifft. Er wird mitnehmerseitig montiert durch einfaches Clipsen. Die Bodenführung hat bei der "Auto-Glide"-Variante eine „Halbschalen“-Form. Je nach Kettengröße ist ein Einsatz ab 15 m Verfahrweg sinnvoll. Sie werden paarweise im Abstand von 2 m auf dem Boden montiert und halten das Untertrum der Energiekette in der vorgegebenen Bahn. Flurförderzeuge können die sehr flach bauenden Bodenführungen problemlos überfahren, ohne behindert zu werden.

Kabelschonender Kunststoff

Neben der neuen „Auto-Glide“-Ausführung hat das Unternehmen für die „E2/000“ jetzt auch ein besonders abrieboptimiertes, kabelschonendes Trennstege-Programm vorgestellt. Die an die Kabelgeometrie angepassten Kunststoff-Stege erhöhen Tests zufolge die Lebensdauer von Leitungen um Faktor vier. Ergebnisse wie diese werden täglich im 1.030 qm großen Testlabor ermittelt. Sie fließen in die firmeneigenen Datenbänke ein als Basis u.a. der Lebensdauer-Berechnungsprogramme für Energieketten und Leitungen. (jus)

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 25685040) | Fotos: Igus

UMFRAGE
Die Hannover Messe 2014 steht unter dem Motto "Integrated Industry – NEXT STEPS". Welche Bedeutung haben Schlagworte wie Integrated Industry, Industrie 4.0 und Smart Factory für Sie?

Wir arbeiten an der konkreten Umsetzung einzelner Projekte.

19 %

Wir haben davon auch schon einmal gehört.

11 %

Das ist kein Thema für uns.

70 %

Spamschutz:

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein: