06.07.2010 | Redakteur: Ute Drescher

Die Kübler-Gruppe gehört heute zu den weltweit anerkannten Anbietern von Weg- und Winkelsensorik, Zähl- und Prozesstechnik und Übertragungstechnik. Im Jubiläumsjahr macht das Unternehmen den krisenbedingten Rückgang von 2009 mehr als wett und will den Umsatz innerhalb der nächsten 10 Jahre sogar verdreifachen.
Der Startschuss der Firmengeschichte fiel vor 50 Jahren mit einem Kurzzeitmesser. Das patentierte Gerät stellte sicher, dass der analoge Zeiger nicht – wie beim Wettbewerb – abfiel, sondern stehen blieb. Dies ermöglichte exakte Messungen im Millisekunden- Bereich und wurde vor allem in Laboren, etwa für die Erfassung von Relaisschaltzeiten, eingesetzt.
Heute hat die Kübler-Gruppe drei Geschäftsbereiche. Die Weg- und Winkelsensorik mit ca. 60 % Umsatzanteil, die Zähl- und Prozesstechnik mit ca. 34 % Umsatzanteil und das noch junge neue Standbein Übertragungstechnik mit 6 % Umsatzanteil. Den konsolidierten Umsatz der Gruppe erwartet Kübler für 2010 bei 31,5 Mio €. In der GmbH am Standort Villingen-Schwenningen allein sollen es 28 Mio € werden.
Damit geht Kübler gestärkt aus der Krise heraus und macht den Rückgang von 2009 mehr als wett. „Wir erreichen in unserem 50. Jubiläumsjahr einen neuen Umsatzhöchststand,“ berichten die geschäftsführenden Gesellschafter Lothar und Gebhard Kübler.
Die Firmengruppe beschäftigt mittlerweile etwa 300 Mitarbeiter, gut 200 davon am Stammsitz in Villingen-Schwenningen, die Weiteren in inzwischen sechs Töchterunternehmen weltweit. Der Exportanteil liegt bei über 65%. Zum Vergleich: 1997, also beim Generationswechsel, erwirtschafte Kübler ca. 7 Mio €; das Unternehmen wuchs also in den letzten Jahren besonders deutlich.
Fritz Küblers Söhne, Gebhard und Lothar leiten das Unternehmen seit 1997 in der zweiten Generation; der Unternehmensgründer begleitete das Unternehmen als Vorsitzender des Beirats bis zu seinem Tod im Jahre 2003.
Wichtigstes Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens sei für die Geschäftsführer, dass man den Begriff Service neu denke und ihn streng an die Bedürfnisse seiner Zielgruppen anpasse. Das Motto Zig Ziglars „Stop selling – start helping“ ist den Geschäftsführern wichtig.
In den kommenden 10 Jahren plant Kübler international weitere Kompetenzzentren auf- und auszubauen, um die regionalen Märkte verschiedener Länder optimal zu betreuen. Doch „Deutschland wird auch zukünftig strategisch sehr wichtig sein. Wir brauchen eine starke Präsenz auf unserem Heimatmarkt, um ein gutes Fundament für eine gesunde internationale Expansion zu haben“, betonen die Unternehmer.
Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Instituten und Partnern will Kübler ausbauen, neue Technologien entwickeln und auch weitere Geschäftsmodelle und Standbeine prüfen. Wenn all das gelingt, rechnet Kübler damit, dass sich bis 2020 der weltweite Umsatz in Richtung 90-100 Mio € verdreifacht – bei einer Verdopplung der Mitarbeiterzahl.
„Was in 25 Jahren sein wird, nun, das wissen wir noch nicht, aber wir denken, dass wir bis dahin ähnliche Quantensprünge hinter uns haben werden, wie in den letzten 25 Jahren,“ prognostiziert Gebhard Kübler. „Dann, so hoffen wir, ist schon die nächste Generation dabei Verantwortung zu übernehmen“, ergänzt sein Bruder Lothar.
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