Safety

Integrierte Sicherheit liegt im Trend

29.06.2010 | Redakteur: Monika Zwettler

Sicherheits-Steuerungen mit zertifizierten Sicherheitsfunktionsbausteinen ermöglichen die einfache und sichere Realisierung von Funktionen wie Not-Aus, Schutztürüberwachung oder Zweihandkontrolle. Bild: Siemens

Konventionelle Sicherheitstechnik arbeitet zwar mit bewährten Komponenten, hat aber verglichen mit integrierten Systemen Nachteile wie den erhöhten Verdrahtungsaufwand. Daher übernehmen speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) zunehmend sicherheitsrelevante Aufgaben.

Sicherheitstechnik wird oft als notwendiges Übel angesehen – allerdings stellt sie nicht nur eine enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, sondern auch eine hohe Verfügbarkeit der Anlage sicher. Maschinensicherheit ist deshalb ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Zuverlässige Systeme, die sich einfach bedienen und warten lassen, reduzieren die Unfall- und Störanfälligkeit.

Die EU-Maschinenrichtlinie fordert, dass jeder Hersteller den Sicherheitsanforderungen entsprechende, richtlinienkonforme Maschinen bauen muss. Gemäß der Maschinenrichtlinie und der dort gelisteten Normen, wie beispielsweise der ISO 13849, sind alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Maschine oder Anlage keinerlei Gefahr für Leben und Gesundheit von Personen darstellt.

EN ISO 13849-1 stellt erweiterte Anforderungen an die Bauteile

Die Vermutungswirkung der EN 954, Vorgänger-Norm der EN ISO 13849, wurde zwar bis Ende 2011 verlängert, dennoch ist sich Joachim Greis, Produktmanager Sicherheitstechnik bei der Beckhoff Automation GmbH in Verl sicher, dass der Anwender zunehmend Produkte verwenden wird, bei denen die aktuellen und normgerechten Anforderungen an die Sicherheitstechnik bereits bei der Entwicklung berücksichtigt wurden.

„Die EN ISO 13849-1 stellt sowohl an die sicherheitsbezogenen Steuerungen als auch an die mit der Realisierung von Sicherheitsfunktionen betrauten Personen erweiterte Anforderungen, wie zum Beispiel die Quantifizierung der Bauteile, die Software-Sicherheitsanforderungen oder die Abschätzung des Diagnosedeckungsgrads“, sagt Greis.

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