Spielzeug

Spielzeuge mit integrierten Videokameras sind der absolute Trend im Jahr 2011

05.12.11 | Redakteur: Ute Drescher

Eric Johnson, Direktor des Zentrums für digitale Strategien, Dartmouth/USA, hat mit Studenten technisches Spielzeug getestet.
Eric Johnson, Direktor des Zentrums für digitale Strategien, Dartmouth/USA, hat mit Studenten technisches Spielzeug getestet.

MBA-Studenten der Tuck School of Business präsentieren die besten Hightech-Spielzeuge der diesjährigen Weihnachtssaison.

Wie in jedem Jahr hat das Zentrum für digitale Strategien (Centre for Digital Strategies) an der Tuck School of Business in Dartmouth pünktlich zur Weihnachtszeit eine Liste der Top Tech Toys veröffentlicht. Zwölf MBA-Studenten und der Direktor des Zentrums Eric Johnson (Foto) haben 13 Spielzeuge unter 100 Dollar ausgewählt, nachdem sie diese selbst ausprobiert und einen Preisvergleich mit ähnlichen Produkten vorgenommen hatten.

Den wichtigsten Trend dieser Saison bilden Spielzeuge, die mit einer Videokamera ausgestattet sind, zumal die Preise für Video-Technik drastisch gesunken sind. Auf der Spiele-Liste befinden sich z.B. Spielzeugautos (Hot Wheels) mit eingebauter Videokamera sowie der „LeapPad“, ein Tablet-Gerät mit einer integrierten Videokamera und Lernspielen.

„Eine derartige Technik in ein 99-Dollar-Spielzeug einzubauen, ist nicht - wie vielleicht angenommen werden könnte - ein kleines Design-Detail“, erklärt Johnson. „Solch ein Produkt zu entwickeln, ist in vielerlei Hinsicht eine schwierigere Design-Herausforderung, als das, was Apple und andere entwerfen, weil es stabil, haltbar und bedienungsfreundlich sein muss.“

Die Untersuchung von Spielzeugen, die Johnson alljährlich mit seinen MBA-Studenten durchführt, ist eine Lehrmethode, um ihnen ein besseres Verständnis für die Spiele-Industrie zu vermitteln. „Spielzeuge weisen auch maßgeblich auf Trends in anderen Branchen hin und sind für Unternehmer vor allem attraktiv aufgrund ihres kurzen Zyklus und ihrer potentiell hohen Erträge“, erläutert Johnson. Mit dem richtigen Spielzeug könnte ein Unternehmer ohne große Investition auf einer Spielzeugmesse ausstellen und Bestellungen von Einzelhändlern aufnehmen. Mit etwas Glück könnte er dabei zusehen, wie sich das Produkt innerhalb kürzester Zeit zu einem Millionengeschäft entwickelt.

Bei achtzig Prozent der Spielzeuge, die im diesjährigen Weihnachtsgeschäft erhältlich sind, handelt es sich um neue Produkte. „Innerhalb einer Zeitspanne von nur wenigen Wochen kann die gesamte Palette der Produktlancierung beobachtet werden: von der Produkt- und Markteinführung über das Marketing und der Kundenreaktion bis hin zu dem, was im Januar passiert, wenn alles vorbei ist“, erklärt Johnson. Seiner Meinung nach ist die Anschaulichkeit dieser Palette „aus studentischer Perspektive schwer zu toppen.“

Doch nicht jedes der diesjährigen Top-Spielzeuge ist mit Videotechnik ausgestattet. So gibt es das „Barbie Hairtastic Printables“-Set. Mit ihm hat das Kind die Möglichkeit, jeweils eine Haarverlängerung für sich und seine Barbie zu entwerfen und diese einander anzupassen.

Ausgewählt wurde zudem der so genannte „SuperSoaker“, eine Pistole, die spiralförmige Wasserstrahlen abschießt. Die höchsten Bewertungen vergaben die Studenten aber an „Fijit“, das von Mattel gebaute lustig-digitale außerirdische Wesen, das auf zugerufene Befehle reagieren kann.

Neben der Nutzung als Lehrmittel, verwendet Johnson das jährliche Ranking auch für einen guten Zweck. Das Centre for Digital Strategies organisiert für die Wohltätigkeitsorganisation Toys for Tots eine Spielzeug-Sammelaktion für benachteiligte Kinder. Und außerdem betont Johnson, dass sich Management nicht immer nur mit hochseriösen Themen beschäftigen muss: „Im Wesentlichen geht es mir hierbei um den Spaß“. (ud)

Liste der besten High-Tech-Spielzeuge des Centre for Digital Strategies

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