Additive Fertigung

Teile für den 3D-Druck direkt aus Solidworks drucken

| Redakteur: Monika Zwettler

Mit dem neuen Grab-CAD Print-Add-in für Solidworks von Dassault Systèmes können Benutzer direkt aus der Solidworks-Umgebung Teile entwerfen und drucken.
Mit dem neuen Grab-CAD Print-Add-in für Solidworks von Dassault Systèmes können Benutzer direkt aus der Solidworks-Umgebung Teile entwerfen und drucken. (Bild: Stratasys)

Stratasys und Dassault Systèmes wollen gemeinsam daran arbeiten, die Leistung additiv gefertigter Teile zu verbessern. Gemeinsames Ziel ist es, Designtools anzubieten, mit denen die Funktionsweise, Effizienz und Gewichtsverhältnisse von additiv gefertigten Produktionsteilen verbessert werden, wie die Unternehmen auf der Solidworks Word 2017 in Los Angeles verkündet haben.

Stratasys Ltd. und Dassault Systèmes haben ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam die Design- und Simulationsfunktionen der Dassault Systèmes-Plattform 3D-Experience weiterentwickeln, die FDM-3D-Drucker und Materialien von Stratasys unterstützt.

Zu den neuen Funktionen zählen:

  • Designoptimierung für leichtere Teile – 3D-gedruckt mithilfe von Fused Deposition Modeling (FDM). Bei geringerem Materialverbrauch wird dieselbe Leistung wie mit herkömmlichen Fertigungstechnologien erreicht. Gewichtseinsparungen führen zu einer höheren Effizienz und geringeren Kosten, die sich mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht erzielen lassen.
  • Festigkeits- und Ermüdungsanalysen geben die notwendige Sicherheit, um die Anwendungen auf tragende 3D-gedruckte FDM-Bauteile auszuweiten und die nötigen Tools für die Bauteilqualifizierung bereitzustellen.
  • Die Simulation des Druckverfahrens liefert weitere Informationen zu Eigenspannung und Leistung des 3D-gedruckten FDM-Bauteils.

„Um das Potenzial der Additiven Fertigung voll auszuschöpfen, benötigen Ingenieure Tools, mit denen sie die praktisch grenzenlose geometrische Freiheit dieses Verfahrens auch nutzen können. Die einzigartigen Merkmale des FDM-Produktionsablaufs lassen sich vollständig simulieren, sodass wir im Design- und Prüfverfahren eine beispiellose Genauigkeit und Geschwindigkeit erreichen”, sagt Scott Berkey, CEO, Simulia, Dassault Systèmes. „Wir freuen uns, dass wir den Kunden durch unsere Partnerschaft mit Stratasys diese wichtigen Funktionen bieten können.”

Komplettlösung vom Design bis zur Fertigung

„Stratasys und Dassault Systèmes eint eine Vision: Wir möchten eine Komplettlösung für den gesamten Workflow vom digitalen Design bis zur Additiven Fertigung anbieten. Durch die Partnerschaft rückt die Vision für Stratasys in greifbare Nähe, mit Hochleistungs-Simulationstools, das Fused Deposition Modeling-Verfahren präzise abzubilden”, sagt Jon Stevenson, Senior VP Global Software bei Stratasys. „Wir sind überzeugt, dass wir mit den Funktionen und dem effizienten Workflow der Lösung die Palette der Bauteile erheblich erweitern können, die sich mit FDM-basierten 3D-Drucklösungen von Stratasys produzieren lassen. Unternehmen wie United Launch Alliance, Opel, Volvo Trucks und Daihatsu setzen diese bereits für die Herstellung von Produktionsteilen ein.”

Teile in Solidworks entwerfen und drucken

Stratasys, seit langer Zeit im Solidworks-Partner-Programm, kündigt zudem ein Grab-CAD Print-Add-in für Solidworks an. Mit diesem Add-in können Benutzer Bauteile entwerfen und drucken, ohne die Solidworks-Umgebung zu verlassen. Alle Design- und Entwicklungsexperten von Solidworks erhalten somit Zugang zum 3D-Druck auf Stratasys-Systemen. Zu den verfügbaren Funktionen zählen unter anderem Auswahl des Materials und der Schichthöhe, Bauteilausrichtung sowie automatisches Layout. (mz)

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