Hannover Messe 2016

Siemens präsentiert sich mit Einfallsreichtum und Erfindergeist

| Redakteur: Ute Drescher

Unter dem Motto "Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise" bietet Siemens auf der Hannover Messe 2016 auf 3.500 m² einen Überblick über das Industrie-Portfolio.
Unter dem Motto "Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise" bietet Siemens auf der Hannover Messe 2016 auf 3.500 m² einen Überblick über das Industrie-Portfolio. (Bild: Siemens)

Unter dem Standmotto "Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise" präsentiert Siemens auf der Hannover Messe 2016 Neuheiten für die Energieverteilung, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Industriesoftware.

Hannover Messe 2016 „Durchgängige Software-Tools und -Systeme, industrietaugliche Kommunikations- und Sicherheitslösungen sowie datenbasierte Services sind die Eckpfeiler für die digitale Transformation sind,“ fasst Anton S. Huber zusammen. Nur mit deren Hilfe können produzierende Unternehmen ihre Wertschöpfungsprozesse flexibler und schneller gestalten, erklärt der CEO der Siemens-Division Digital Factory, und damit gezielter auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen, deutlich schneller auf neue Marktanforderungen reagieren und auch einfacher komplett neue Geschäftsmodelle erschließen. „Die zentralen Herausforderungen sind für alle Firmen die gleichen“, so Huber: Time-to-Market verkürzen, Flexibilität und Effizienz erhöhen – und das alles bei immer höherer Qualität. „Diese Ziele erreichen Sie heute nicht mehr allein mit Automatisierung“, ist Huber sicher.

Es gelte daher, die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten und u.a. auch die Frage zu stellen, wie gut ein Produkt etwa für die Fertigung designt sei. Entscheidend für die digitale Transformation sei die Fähigkeit eine durchgängige Softwarekette für den gesamten Produktentstehungs- und Fertigungs-Prozess anbieten zu können. „Das ist unsere Vision, in die wir schon seit einigen Jahren investieren“, erklärt Huber.

Mit Strömungssimulation eine wichtige Lücke geschlossen

Um das Angebot für das „Digital Enterprise“ zu erweitern, hat Siemens in jüngster Vergangenheit einen wichtigen Schritt getan: Der Konzern beabsichtigt den Spezialisten für Strömungssimulations-Tools CD-Adapco zu übernehmen. "Durch die Erweiterung unseres Portfolios um CFD-Tools bauen wir unsere Kompetenz auf dem extrem wichtigen Gebiet der modellbasierten Produktentwicklung erheblich aus", kommentiert Anton S. Huber auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Hannover Messe. „Damit haben wir eine größere Lücke geschlossen“.

In den vergangenen 15 Jahren hat Siemens sein Portfolio an Software-Tools unter dem Begriff „Digital Enterprise Software Suite“ kontinuierlich erweitert. „Über die Jahre haben wir etwa 18 Firmen acquiriert und rund 5 Mrd. € investiert", resümiert der CEO. „Jetzt gehören wir zu den führenden Anbietern von Industrie-Software“. Allein diese Firmen und deren Produkte in die eigene Organisation und das Portfolio zu integrieren habe hohe Investitionen verlangt. Auf der Hannover Messe 2016 könne man nun aber zeigen, „was wir in den letzten Jahren erreicht haben“.

Teamcenter steht im Kern des Portfolios

Siemens' Digital Enterprise Software Suite bietet ein Portfolio an durchgängigen Software Tools, in dessen Zentrum sich Teamcenter als Kollaborationsplattform befindet. Diese soll zukünftig in zunehmendem Maße PLM (Product Lifecycle Management), MES/MOM (Manufacturing Execution System/Manufacturing Operations Management) und TIA (Totally Integrated Automation) nahtlos verbinden. Gemeinsam mit industriellen Kommunikationsnetzwerken, Security-Lösungen und der schnellen, intelligenten Auswertung großer Datenmengen basierend auf Mindsphere – der Siemens Cloud for Industry – unterstützt Siemens seine Kunden bei der Transformation hin zu einem Digital Enterprise. Mindsphere bietet Industrieunternehmen eine offene Infrastruktur auf Basis von SAP HANA und ermöglicht neuartige digitale Dienstleistungen.

„Mit unseren Software-Tools, Kommunikationslösungen, Sicherheitskonzepten und -lösungen sowie einer offenen Plattform für datenbasierte Services können produzierende Unternehmen bereits heute in zukunftsfähige Automatisierungslösungen zur schrittweisen Realisierung von Industrie 4.0-Lösungen investieren“, so Huber.

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