Kabelbrüche verhindern

Sichere Aufhängung durch langlebige Kabelstrümpfe

| Redakteur: Bernhard Richter

Die Kabelstrümpfe werden handgefertigt, sind lange haltbar, mehrfach verwendbar und sind sehr flexibel.
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Die Kabelstrümpfe werden handgefertigt, sind lange haltbar, mehrfach verwendbar und sind sehr flexibel. (Bild: Rupi-Cologne)

In Deutschland werden rund 13 Prozent des Strombedarfs durch Windenergie erzeugt. Pro Windkraftanlage sind bis zu 35 Kabel nötig, die den Strom vom Rotor den Turm hinab und via Übertragungsleitungen und Umspannung zur Netzeinspeisung transportieren.

Das gesamte Kabelgewicht lastet bei einer WEA auf der Aderanschlussstelle. Beides begünstigt Schäden am Kabel. Spezielle Kabelstrümpfe von Rupi-Cologne, Inc. fixieren und entlasten die Kabel, wodurch Aderbrüche und -abrisse vermieden werden

„In den Türmen der Windkraftanlagen hängen Kabel oben am Generatorhaus und müssen nach unten zum Umspannen verteilt werden“, erklärt Hans Benkert, CEO der Rupi-Cologne, Inc. Dafür wird entweder eine kurze Stichleitung von der Anlage zum Einspeisepunkt gelegt oder die Stromleitung direkt bis zum nächsten Umspannwerk geführt, wozu viele Meter Kabel nötig sind. Besonders im Turm der Anlage dürfen freihängende Kabel nicht schwingen, sondern müssen sicher fixiert sein. Prekär hierbei sind besonders der Platzmangel und die Bewegung im Generatorhäuschen, bei der Kabelmäntel leicht durchscheuern. Hinzu kommt, dass das komplette Kabelgewicht auf der Aderanschlussstelle lastet, was Aderbrüchen Vorschub leistet. Herunterfallende Kabel und Ausfälle in der Stromgewinnung sind die Folge.

Flexible Kabelstrümpfe fixieren und entlasten Kabel

Durch passende Kabelstrümpfe – aus Litzen geflochtene Überzüge mit Halterung – können die Kabel jedoch oben abgefangen und gesichert werden. Je nach Anwendung gibt es dabei unterschiedliche Strumpfvarianten: So sind für die Leitungen vom Windkraftwerk hin zur Umspannstation die Einzieh- und Nachziehstrümpfe RP 100, 200 und 300 interessant, während sich für den Turm besonders die Halte- und Montagestrümpfe der Reihe RP 600 eignen, die in offener und geschlossener Ausführung erhältlich sind.

Der RP 600 mit seitlicher Aufhängung ist an beiden Enden offen. Anwendung findet er hauptsächlich bei der Befestigung, beim Halten und Montieren sowie bei zugentlastender Aufhängung beweglicher Kabel. Sein Vorteil liegt in der seitlichen Aufhängungsart, welche punktförmige Belastungen vermeidet. Beim Haltestrumpf RP 600 H handelt es sich um eine einlagige Sonderform, die bei kurzfristiger Montage von freihängenden Kabeln eingesetzt wird und in der Windkraftanlage bei Kabelwechselarbeiten Verwendung findet. Der geteilte Strumpf RP 600 G ist längsseitig offen, wodurch er sich besonders für das Kürzen von Kabeln eignet.

Auf der Husum Wind 2017 in Husum wird Rupi-Cologne alle Windkraft-Kabelstrümpfe präsentieren. Zudem hat das Unternehmen einen neuen Strumpf aus selbsterlöschendem Material entwickelt, der den Brandschutz in Windkraftanlagen beträchtlich erleichtern soll. „Den Anstoß dafür haben uns jüngste Vorkommnisse an Anlagen in Norddeutschland gegeben, die in Brand geraten sind“, so der CEO. Für erste Gespräche zu allen Modellen stehen Hans Benkert und seine Mitarbeiter in Halle 1, Stand E28 zur Verfügung. (br)

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