Dosiertechnik

Schmiersystem soll Einschienenbahn flüsterleise machen

| Redakteur: Bernhard Richter

Sie ist das weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Wuppertal und transportiert seit 1901 Fahrgäste in bis zu 12 m Höhe quer durch die Stadt. Deswegen soll sie bald besonders leise werden.Um dies zu erreichen, setzt die Tochtergesellschaft WSW mobil auf eine Lösung von SKF.

Um zu erreichen, dass das „Einschienige Hängebahn System Eugen Langen“, wie es sein Erfinder selbst getauft hat, so flüsterleise werden kann, wie sich die Stadtplaner das vorstellen, setzen die Verkehrsbetriebe Wuppertal auf die Unterstützung von SKF: Das Spurkranzschmiersystem soll die Reibung zwischen Spurkranz und Schienenflanke herabsetzen und dadurch die Geräuschemissionen reduzieren.

Wagen Nummer 3 der Wuppertaler Schwebebahn an der Station Breite Straße (heute Robert-Daum-Platz).
Wagen Nummer 3 der Wuppertaler Schwebebahn an der Station Breite Straße (heute Robert-Daum-Platz). (Bild: gemeinfrei)

Die Einschienen-Hängebahn fährt auf einem durchlaufenden Stahlgleis in eine Richtung und wendet an den Streckenenden in Schleifen. Die Waggons hängen an ihren Drehgestellen darunter. Radien ab 120 m durchfährt sie mit bis zu 60 Stundenkilometern und damit wesentlich schneller als beispielsweise Straßenbahnen. Die auf der Schiene rollenden Antriebseinheiten bestehen aus jeweils paarweise hintereinander angeordneten Rädern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schienenfahrzeugen haben die Räder der Schwebebahn zwei Spurkränze, und zur Lärmreduzierung sind die Räder mit speziellen Schallabsorbern ausgestattet. Dass die Väter dieser eisenbahntechnischen Sonderlösung sozusagen in die Luft gegangen sind, liegt an den knappen Platzverhältnissen:

Schon Ende des 19. Jahrhunderts war der Stadtkern von Wuppertal sehr eng bebaut. Raum für ein öffentliches Verkehrsmittel gab es somit nur über dem Fluss, der der Stadt ihren Namen gab. Die Technikbegeisterung der damaligen Zeit und die Aufbruchstimmung im Stahlbausektor führten schließlich zur Umsetzung des ehrgeizigen Projekts. Heute misst das Streckennetz 13,3 km, zehn davon liegen direkt über dem Fluss. Zur Hauptverkehrszeit fahren 22 Waggons, alle zehn Minuten drei Fahrzeuge. Das Traggerüst besteht aus 468 schräggestellten Stützen, zwischen denen die spurführenden Brücken eingebaut sind.

Bewegte Geschichte

Im Jahr 1898 war Baubeginn. Nach nach einer Bauzeit von drei Jahren konnte die Bahn in Betrieb genommen werden. Für Tragegerüst und Haltestellen wurden etwa 19.200 t Stahl verbaut. Die damaligen Baukosten betrugen 16 Millionen Mark. Stark umstritten war schon damals die Streckenführung über einen Abschnitt, wo die Bahn direkt zwischen den Häusern durchgeführt werden sollte. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts machte der Schwebebahn stark zu schaffen.

Nach dem Ersten Weltkrieg sanken die Fahrgastzahlen deutlich: Kein Wunder, einige Stationen der Bahn befanden sich auf besetztem Gebiet und die stark wachsende Inflation der 1920er Jahre bedeutete erhebliche wirtschaftliche Probleme. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Schwebebahn so stark beschädigt, dass der Betrieb teils ganz eingestellt wurde. Nach 1945 befand sich die Bahn in einem desolaten Zustand – trotzdem begann ein zügiger, teils improvisierter Wiederaufbau. In der Nachkriegszeit wurde das Netz erweitert und konstant restauriert.

Tuffi - Wikipedia

Tuffi (* 1946 in Indien; † 1989 in Paris) war eine Elefantenkuh des Zirkus Althoff, die am 21. Juli 1950 im Alter von vier Jahren in Wuppertal aus der fahrenden Schwebebahn in die Wupper sprang.

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