Wärmemanagement

Schaltschrankklimatisierung mit Cloud-basierter Fernüberwachung

| Redakteur: Sandra Häuslein

Ein Schritt in Richtung vernetzte Fertigung – die Kühlgeräte von Pfannenberg mit Fernüberwachung auf Cloud-Basis.
Ein Schritt in Richtung vernetzte Fertigung – die Kühlgeräte von Pfannenberg mit Fernüberwachung auf Cloud-Basis. (Bild: Pfannenberg)

Pfannenberg präsentiert auf der diesjährigen SPS IPC Drives anhand eines Messemodells erstmals eine Schaltschrank-Klimatisierungslösung mit Fernüberwachung auf Cloud-Basis. Weitere Messe-Highlights sind die weiterentwickelten energieeffizienten Rückkühlanlagen der EB-Serie 2.0 und das Dachaufbaukühlgerät DTT der neuesten Generation.

Messebesucher der SPS IPC Drives können auf dem Stand von Pfannenberg die Smart Factory live erleben: Anhand eines Messemodells zeigt das Unternehmen erstmals eine Schaltschrank-Klimatisierungslösung mit Fernüberwachung auf Cloud-Basis. Die Kommunikation erfolgt dabei über ein kompaktes Gerät mit integrierter SIM-Karte, das relevante Daten der angeschlossenen Kühlgeräte via Modbus empfängt und diese über eine sichere Mobilfunk-Verbindung an die Cloud überträgt, ohne dass ein Eingriff in die IT des Unternehmens erforderlich wäre. Das in Kooperation mit T-Systems entwickelte System ermöglicht es Anwendern oder Anlagen live und ortsunabhängig Zustands-, Diagnose- und Alarmzustände der Kühlgeräte über einen Webbrowser abzurufen bzw. die Daten direkt in ihre Anwendungen zu integrieren.

Schaltschrankklimatisierung der Zukunft

„Der Smart Factory gehört die Zukunft. Als innovativer Mittelständler mit über 190 Patenten weltweit ist es selbstverständlich für uns, dass wir unsere Klimatisierungslösungen fit machen für die vernetzte Produktion“, erklärt Andreas Pfannenberg, Geschäftsführer der Pfannenberg Group Holding. „Mit dem Premium-Controller der neuesten Generation sind unsere Kühlgeräte in der Lage, eine Vielzahl relevanter Daten bereitzustellen. Mithilfe der Cloud-Lösung erhalten die zuständigen Mitarbeiter in der Produktionsleitung, im Service und in der Instandhaltung oder auch übergeordnete Überwachungssysteme frühzeitig und ortsunabhängig Auskunft über mögliche Störungen oder einen drohenden Ausfall. Das gibt ihnen die Möglichkeit, zeitnah zu reagieren, bevor der Ernstfall eintritt, was zu einer erhöhten Maschinenverfügbarkeit beiträgt.“

Das besagte Messemodell besteht aus einem Zweikammer-Schaltschrank mit einem teilversenkten DTI-Kühlgerät an der einen und einem ebenfalls teilversenkten Luft- /Wasserwärmetauscher der Serie PWI an der anderen Seite, beide jeweils mit einem Premium-Controller ausgestattet. In jedem der beiden Schaltschränke befinden sich drei Heizungen, die von außen mit Schaltern an der Tür einzeln zuschaltbar sind, um eine Wärmelast zu simulieren. Wie das Kühlgerät auf thermische Veränderungen oder das Öffnen der Schaltschranktür reagiert, wird live aus der Cloud auf einem externen Bildschirm angezeigt.

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Neue anwendungsspezifische Rückkühlanlagen

Ein weiteres Highlight am Stand sind die weiterentwickelten energieeffizienten Rückkühlanlagen der EB-Serie 2.0. Durch eine Überarbeitung der Baugrößen decken diese nun Leistungen von 3,2 kW bis 9,5 kW und 14 kW bis 16 kW ab. Das neue Design mit einem Gehäuse komplett aus Metall sorgt dafür, dass sich die Rückkühlanlagen besser in das Maschinendesign der Anwender integrieren lassen. Dank eines integrierten Microchannel-Verflüssigers reduziert sich außerdem die Menge an benötigtem Kältemittel und der veränderte Innenaufbau verbessert die Zugänglichkeit für das Servicepersonal. Zusätzlich bietet Pfannenberg seinen Kunden an, anwendungsspezifische Rückkühlanlagen direkt vor Ort auszulegen.

Dachaufbau-Kühlgeräte: mehr Platz, weniger Kosten

Im Bereich Schaltschrankklimatisierung liegt der Fokus der Messepräsenz auf dem Dachaufbaukühlgerät DTT der neuesten Generation, das sich platzsparend auf allen gängigen Schaltschränken positionieren lässt. Durch die Positionierung auf dem Dach der Schaltschränke wird an anderer Stelle wertvolle Stellfläche frei und enge Räume lassen sich besser ausnutzen. Somit eignen sich die DTT-Kühlgeräte laut Pfannenberg besonders für Anwendungen, wo Platzmangel herrscht oder Fluchtwege und Produktionsstraßen freigehalten werden müssen. Darüber hinaus sollen sie einen 100-prozentigen Kondensat-Schutz bieten und im Betrieb durch eine optimierte Energieeffizienz sowie eine effektive Kühlung des gesamten Schaltschrankinnenraums überzeugen.

Außerdem am Stand im Einsatz ist das kompakte, energieeffiziente Heizgebläse der Serie PFH-T mit verstellbarem Thermostat, das sich durch ein großes Leistungs-Volumen-Verhältnis – Heizleistung von 200 W bis 1200 W in nur einer Gehäusegröße – auszeichnet.

Maximaler Signalisierungsbereich

Um größtmögliche Sicherheit zu erzielen, müssen optische und akustische Signalgeber die Menschen vor Ort in jedem Winkel eines Raumes zuverlässig erreichen. Entscheidend bei der Planung der Alarmierungstechnik ist daher nicht nur der einzelne dB- oder Leuchtkraft-Wert, sondern vielmehr die genaue Kenntnis des durch das Signalgerät tatsächlich abgedeckten Signalisierungsbereichs.

So sind die die Blitzleuchten der Pyra-Serie für Deckenhöhen von bis zu 13,5 m geeignet. Der pyramidenförmige Blitzschallgeber PYRA-MA wurde in diesem Jahr zudem mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet. Pfannenberg zeigt seine Signalisierungslösungen, durch die sich für den Anwender die Anzahl benötigter Signalgeber deutlich reduzieren soll.

Außerdem hat Pfannenberg die akustischen Signalgeber zur Brandalarmierung der Patrol-Serie dabei, die den Anforderungen der EN 54-3 und der Vorgaben der Prüfstelle Vertrauen durch Sicherheit (VdS) entsprechen.

Für Sicherheit im Maschinenpark sorgt beispielsweise auch die modulare Signalsäule BR50, die überall dort zum Einsatz kommt, wo Maschinenstände angezeigt und Warnsignale gegeben werden müssen. (sh)

SPS IPC Drives 2015: Halle 5, Stand 339

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