Handhabung

Robotertechnik plus Werkstückträger-Management

| Redakteur: Jan Vollmuth

Die Gesamtansicht der flexiblen Produktions-, Montage- und Prüfanlage auf Basis des Werkstückträger-Transportsystems von Stein und vier 6-Achsen-Robotern von Adept.
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Die Gesamtansicht der flexiblen Produktions-, Montage- und Prüfanlage auf Basis des Werkstückträger-Transportsystems von Stein und vier 6-Achsen-Robotern von Adept. (Bild: Stein)

Mit der Kombination aus Robotertechnik und Werkstückträger-Transportorganisation vermittelt der Fachbereich Maschinenbau an der FH Dortmund den Studierenden das Rüstzeug für die Praxis. Das Werkstückträgertransportsystem wurde von Stein Automation geliefert.

Entwicklung, Herstellung und Betrieb hoch automatisierter Produktionseinrichtungen erfordern spezielles, qualifiziertes Personal. Dieses jedoch ist absolute Mangelware, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Ausbildung entsprechender Fachkräfte dem tatsächlichen Bedarf weit hinterherhinkt.

Wie es besser geht zeigt die Fachhochschule Dortmund (University of Applied Sciences and Arts) mit ihrem Fachbereich Maschinenbau. Aufgeteilt in die beiden Bereiche Fahrzeugtechnik und Maschinenbau, findet vor allem der Maschinenbau das Interesse der Industrie, weil man sich dort im Wahlpflichtfach Robotik u. a. explizit mit der Robotertechnik und mit automatisierten, systemintegrierten Produktionslösungen befasst.

Komplettes Roboterlabor eingerichtet

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Straßmann, Dekan Fachbereich Maschinenbau, wurden und werden in der Robotertechnik, bezüglich Grundlagen, Anlagenaufbau, Systemintegration und Prozessketten-Realisierung, heute buchstäblich „Nägel mit Köpfen“ gemacht, etwa durch den Aufbau eines kompletten und gut ausgestatteten Roboterlabors.

„Wir konnten uns mit dem Angebot des Wahlpflichtfachs Robotertechnik seit dem Start vor zwei Jahren bestens etablieren und haben allein im laufenden Semester 50 Kursteilnehmer zu verzeichnen. Parallel dazu konnten wir aus Mitteln des Fachbereich- Budgets, und mit Unterstützung einiger Industrieunternehmen, das besagte Roboterlabor auf- und ausbauen. Denn zusätzlich zur zweisemestrigen Robotik-Basis- und Programmier-ausbildung im Bachelor-Studium werden in der Masterausbildung konkrete Handhabungs- und Robotik-Problemstellungen aus der Industrie bearbeitet. Damit sind wir in der Lage, wirklich prozess- und praxisorientierte Ausbildungsinhalte zu vermitteln, die sehr nah am tatsächlichen Bedarf der Industriebetriebe ausgerichtet sind“, sagt Prof. Straßmann.

Fokussierung auf die Produktionsautomatisierung

Dass es Prof. Straßmann und seinen Mitstreiter/Innen mit der klaren Fokussierung auf die Produktionsautomatisierung sehr ernst ist, lässt sich auch am Aufbau und der Ausrüstung des Roboterlabors ablesen. Ausgehend davon, dass nicht nur Roboter, sondern auch die Materialflussorganisation in Produktionsanlagen eine elementare Funktion darstellen, bildet ein Werkstückträger-Transportsystem den zentralen Baustein für die Versorgung einzelner voll- sowie lediglich teilintegrierter Roboterstationen.

Das Werkstückträgertransportsystem des Roboterlabors wurde von der Firma Stein Automation aus Villingen-Schwenningen geliefert. Es übernimmt das produktions- und prozessgesteuerte Materialflussmanagement zur Versorgung/Entsorgung z. B. der Prozessstationen Zuführen, Fügen, Messen/Endprüfung.

Zur Entscheidung für das Werkstückträger-Transportsystem Stein sagte Prof. Straßmann: „Wir hatten ein begrenztes Budget zur Verfügung und dachten zunächst daran, eine vorhandene Stein-WTS-Anlage zu modernisieren und auszubauen. Schließlich machte uns Stein ein interessantes Angebot über eine nach unseren Anforderungen zu realisierende Anlage, die komplett aus Standard- Modulen zusammengestellt werden konnte. Das offerierte Rechteck-Layout bot und bietet uns die Möglichkeit der offenen Anwendungs-Konfiguration, sodass wir jederzeit weitere Prozessstationen einfügen, bzw. vorhandene entnehmen und umstellen bzw. außerhalb der Anlage umrüsten und austesten können.“

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