Messe

Riesige Roboterhand sorgt für Wow-Effekt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der amerikanische Robotik-Künstler Christian Ristow präsentierte bereits beim Burning Man seine riesige, hydraulisch betriebene Roboterhand.
Der amerikanische Robotik-Künstler Christian Ristow präsentierte bereits beim Burning Man seine riesige, hydraulisch betriebene Roboterhand. (Bild: Christian Ristow)

Firmen zum Thema

In der Station Berlin hat am vergangenen Wochenende zum dritten Mal die Maker Faire statt gefunden. 15.200 Besucher pilgerten an zwei Tagen durch die Hallen, um in entspannter Atmosphäre die DIY-Projekte zu bestaunen und auszuprobieren.

Den ersten Wow-Moment gab es gleich am Eingang: Dort präsentierte der amerikanische Robotik-Künstler Christian Ristow seine riesige, hydraulisch betriebene Roboterhand "Hand of Man" und lud Besucher ein, diese zu steuern. Schlüpfte man in den Handschuh und formte mit den Fingern das Peace-Zeichen, so bewegten sich auch die Stahlfinger unter ordentlichem Getöse in die V-Position. Auch der drohende Zeigefinger und das aus der Rocker-Szene bekannte Hörner-Zeichen waren beliebte Motive, die die Besucher nachahmten.

Das Smartphone aus dem 3D-Drucker

In den Hallen lockten die unterschiedlichsten DIY-Ideen: Mit dem Laser-Cutter-Bausatz aus Holland oder dem Smartphone-3D-Drucker aus Italien zeigten Maker bereits professionelle Projekte, die demnächst in Serie gehen. Daneben begeisterte der Nachwuchs von den „Jungen Tüftlern“ und von „Jugend hackt“ mit ihrem Programmierkönnen. Hier werden schon Schüler zu Startup-Gründern. Auch die jungen Maker vom Tekkietorium, bei denen man sich elektronische Namensschilder löten konnte, fanden regen Zulauf.

Das bereits erfolgreiche Startup-Unternehmen pi-top, Sponsor der Maker Faire, hat einen günstigen Laptop auf Raspberry-Pi-Basis gebaut, dessen Prototyp aus dem 3D-Drucker stammt. Die Gründer wollen mit ihren auffällig grünen Computer-Einsteiger-Sets positive soziale und erzieherische Wirkungen im Bildungssystem zu fördern. Auf der Maker Faire konnten die Kids am pi-top-Stand Minecraft spielen.

Musikinstrumente aus Abflussrohren gebaut

Handwerkliche Fähigkeiten brauchte es bei der Offenen Werkstatt Kaos, die zu Bootsbau-Workshops einlud. Deutlich kleiner ging es bei Designer Dieter Beck zu. Er stellte seine perfekt nachgebauten Filmrequisiten aus Pappe vor. Dass man aus Pappresten und Altpapier auch einen Rock fertigen kann, bewies das Kulturlabor Trial und Error. Und Stickkünste sind keineswegs nur Frauen vorbehalten: Philip Eggersglüß peppt Omas alte Stickbilder mit Motiven aus Filmen oder Computerspielen auf und verleiht so alten Gobelins Kultstatus. Darüber hinaus gab es auf der Maker Faire auch viele Kuriositäten zu bewundern, etwa schwebende Bälle, tanzende Blumen oder Musikinstrumente, gebaut aus Abflussrohren.

Vorträge und Workshops zu den unterschiedlichsten DIY-Themen, wie Roboterbau, Programmieren, Nachhaltigkeit, Crowdfunding oder Bio-Hacking begeisterten gleichermaßen.

Wo man nicht gerade etwas lernen oder mitmachen konnte, zückte man die Kamera: Begehrte Fotomotive waren die kleinen fahrenden R2D2-Droiden, Cosplayer Rudolf mit einen Engelsflügeln sowie die Lego-Landschaften der Berlin Brick Syndicate .

Die nächste Maker Faire Berlin findet vom 25. bis 27. Mai 2018 im FEZ in Wuhlheide statt. Interessierte Maker und auch Firmen können sich ab sofort mit ihren Projekten bewerben. (jup)

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44741525 / Automatisierung)