I/O-Modul

Remote-I/O-Konzept für maritime und Offshore-Anwendungen

| Redakteur: Sandra Häuslein

Weidmüller U-remote soll die Anforderungen der größten Klassifikationsgesellschaften für den Einsatz im maritimen und Offshore-Bereich erfüllen. Laut Hersteller zählt das I/O-System damit zu den neuesten und flexibelsten Remote-I/O-Systemen am Markt.
Weidmüller U-remote soll die Anforderungen der größten Klassifikationsgesellschaften für den Einsatz im maritimen und Offshore-Bereich erfüllen. Laut Hersteller zählt das I/O-System damit zu den neuesten und flexibelsten Remote-I/O-Systemen am Markt. (Bild: Weidmüller)

Weidmüller will mit dem Remote-I/O-System U-remote die Schiffsautomatisierung zuverlässiger und effizienter gestalten. Laut Hersteller erfüllt U-remote die Anforderungen der größten Klassifikationsgesellschaften für den Einsatz im maritimen und Offshore-Bereich.

U-remote, das neue Remote-I/O-Konzept von Weidmüller hat die Zulassung für den Einsatz im maritimen und Offshore-Bereich erhalten: Die internationalen Klassifikationsgesellschaften DNV/GL (ehemals Det Norske Veritas und Germanischer Lloyd), Bureau Veritas (BV), Lloyds Register (LR) und Registro Italiano Navale (RINA) sollen den Einsatz des Remote-I/O-Systems in dieser anspruchsvollen Umgebung bescheinigt haben. Die Bescheinigung gilt für nahezu alle Bereiche auf einem Schiff, einschließlich der Schiffsbrücke, für die besonders hohe Anforderungen gelten. Somit soll das System umfassend einsatzfähig sein. U-remote stellt dem Unternehmen zufolge eine voll integrierte, zuverlässige und effiziente Automationslösung für viele Applikationen dar, nun auch umfassend zertifiziert für Schiffanwendungen.

Für sensibel und raue Bedingungen im Schiff ausgelegt

Auf einem Schiff gilt es, viele Parametern zu kontrollieren, zu monitoren und gleichzeitig zu managen. Hier sollen voll integrierte aber dennoch flexible Automationssysteme erhebliche Vorteile bieten, sie decken viele Aufgaben ab: U-remote ist laut Hersteller ein hoch integriertes I/O-Konzept und dazu besonders nutzerfreundlich. Es soll hohe Performance mit bestmöglichem Systemhandling kombinieren. Hinzu kommt ein robustes Design, das gleichermaßen für sensible und raue Umgebungsbedingungen im Schiff ausgelegt und in einem Temperaturbereich von –20 °C bis 60 °C anwendbar sein soll. Weidmüller zufolge widersteht es hoher Luftfeuchtigkeit (bis zu 100 %), starken Vibrationen (bis 4 g) und energiereichen elektromagnetischen Feldern, ohne dabei selbst andere Geräte durch zu starke Abstrahlung zu beeinflussen.

Hohe Feldbuskompatibilität und umfassende Prozessdiagnosen

Der direkten und schnellen Fehlerdiagnose dienen intuitiv angeordnete LEDs; die Statusanzeigen befinden sich sowohl an jedem Modul für eine modulabhängige Statusindikation als auch an jedem einzelnen Kanal eine individuelle Sensor/Aktor-Diagnose. U-remote soll ebenso für eine hohe Feldbuskompatibilität und umfassende Prozessdiagnosen stehen. Verfügbar sind Feldbuskoppler für Profibus, Profinet, Ethercat, Modbus TCP, Ethernet/IP, Devicenet, Canopen und Powerlink. Sie sollen eine individuelle Systemanpassung und problemlose Migration der I/O-Ebene auf die gängigsten Netzwerkprotokolle möglich machen. Hierzu muss laut Weidmüller lediglich der Feldbuskoppler gewechselt werden, die Systemstruktur mit bis zu 64 I/O-Modulen bleibt dabei unangetastet.

Ein im Feldbus-Koppler integrierter Web-Server gestattet zudem das Prüfen des Anlagenstatus oder die Analyse von Diagnosemeldungen – vor Ort über die integrierte Serviceschnittstelle oder aus der Ferne über den Netzwerkzugriff. Die Simulation von Eingängszuständen sowie das Forcen von Ausgängen sind weitere Merkmale des Web-Servers, mit denen die Inbetriebnahme von Anlagen beschleunigt und das Fehlerrisiko der Installation auf ein Minimum reduziert werden kann. U-remote soll dazu keine spezielle Software benötigen, sondern lediglich einen Standard-Browser. Neben einer erleichterten sektionsweisen Inbetriebnahme soll dies auch den Service bei einem ungeplanten Stillstand oder bei planmäßigen Wartungsarbeiten beschleunigen.

Einen großen Vorteil des U-remote Systems sieht Weidmüller in der direkten Verbindung des IP20-Systems mit den Subbus-Modulen in der Schutzklasse IP67. Dank des neuartigen IP20-Gateway-Moduls lässt sich das feldbusoffene IP67-Subbus-System mit allen verfügbaren U-remote Feldbus-Kopplern kombinieren. So sollen Anwender nur ein einziges IP67-System benötigen und das Gesamtsystem durch einfachen Kopplerwechsel auf einen anderen Feldbus migrieren können. (sh)

Zum Glück gibt es die Funktionale Sicherheit

Maschinensicherheit zählt zu den wichtigsten Themen für Konstrukteure und Entwickler. Grund genug für die konstruktionspraxis, die spannendsten Artikel rund um Funktionale Sicherheit in einem Kompendium für Sie zusammenzufassen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44640845 / Elektrotechnik)