Rapid Prototyping

Proto Labs investiert 4 Millionen Euro in europäische Werke

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mit den neuen Maschinen verfügt Proto Labs in Großbritannien nun über einen Maschinenpark aus 130 CNC- und 57 Spritzgussmaschinen.
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Mit den neuen Maschinen verfügt Proto Labs in Großbritannien nun über einen Maschinenpark aus 130 CNC- und 57 Spritzgussmaschinen. (Bild: Proto Labs)

Proto Labs investiert ca. 4 Millionen Euro für neue Technologie und Renovation von Produktionsstätten, hauptsächlich in Telford, Großbritannien, aber auch an seinen anderen europäischen Standorten. Die Investition ist die Antwort auf die aktuelle und erwartete Kundennachfrage aus ganz Europa nach den zukunftsweisenden Fertigungsservices von Proto Labs.

Im Juni und Juli 2017 bestätigte Proto Labs, dessen digitale Servicepalette 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Spritzguss umfasst, die Großanschaffung von CNC-Maschinen von Haas und Spritzgussmaschinen von Arburg.

„Proto Labs bietet einen außerordentlich schnellen und zuverlässigen Service“, erklärte Lee Ball, General Manager von Proto Labs in Großbritannien. „Denn Kunden in allen Branchen kommt es heute auf kurze Lieferzeiten an, besonders in der Produktentwicklung. Unsere fortlaufenden Investitionen ermöglichen es uns, die stets wachsenden Anforderungen unserer Kunden aus allen Branchen zu erfüllen.“

Jährliche Steigerung der Nachfrage nach Spritzgussteilen

Die neuen Haas-Maschinen werden für die Formenherstellung oder die Komponentenbearbeitung konfiguriert. Beide Services weisen ein rapides Wachstum auf. Mit den neuen Maschinen verfügt Proto Labs in Großbritannien nun über einen Maschinenpark aus 130 CNC- und 57 Spritzgussmaschinen. „Wir verzeichnen eine jährliche Steigerung der Nachfrage nach Spritzgussteilen von Stamm- und Neukunden aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichen Produkten. Um mit dem prognostizierten Wachstum Schritt halten zu können, sind derartige Investitionen in neue Technologie unerlässlich“, so Lee Ball.

Nachfrage in Deutschland wächst

Die Nachfrage nach dem industriellen 3D-Druck-Service von Proto Labs, den zwei Betriebe in Deutschland erbringen, wächst ebenfalls. „Das schnelle Wachstum des Auftragseingangs rührt nicht zuletzt daher, dass immer mehr Kunden in unterschiedlichen Branchen erkennen, dass der 3D-Druck bisher ungeahnte Möglichkeiten bietet, Prototypen mit komplexen Geometrien kostengünstig herzustellen. Für manche Teile ist diese Technologie die einzige Option“, erläuterte Daniel Cohn, Geschäftsführer der Proto Labs-Standorte in Deutschland.

„So ist zum Beispiel unser Werk in Eschenlohe nach der Norm EN ISO 13485:2012 über Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Für unsere Kunden heißt das, dass wir mit 3D-Druck nach dem DMLS-Verfahren bestimmte Produkte für den Einsatz im medizinischen Bereich herstellen können, darunter auch als Implantate zugelassene Teile“, fuhr Cohn fort.

20 Prozent mehr Mitarbeiter seit 2015

Dieses jüngste Kapazitätswachstum geht mit einer Expansion des Proto Labs-Geschäfts an den europäischen Standorten insgesamt einher. Seit 2015 verzeichnet das Unternehmen ein jährliches Wachstum der Mitarbeiterstellen in Fertigung und Konstruktion, Vertrieb und Verwaltung von über 20 Prozent.

„Eine weitere räumliche Ausdehnung wird in den nächsten 18 bis 24 Monaten erforderlich sein, um dem vorhergesagten Wachstum gerecht zu werden, sowohl im Hinblick auf unsere Büroräume als auch die Fertigungskapazität“, so Lee Ball. Ein ähnlicher Expansionsplan ist auch in Entwicklung, um das erwartete Wachstum der deutschen Werke des Unternehmens in Eschenlohe und Feldkirchen zu unterstützen. (jup)

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