Autodesk-Zertifizierung

Neue Standards durch Autodesk-Zertifizierung

Virtual Pix, Experte für 3D-Visualisierungen und Animationen, sieht in den Autodesk-Zertifizierungen erstmals belastbare Qualifikationsnachweise für CAD-Fachleute.

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

ATC-Training mit Autodesk 3ds Max bei Virtual Pix in Hannover (Bilder: Virtual Pix)
ATC-Training mit Autodesk 3ds Max bei Virtual Pix in Hannover (Bilder: Virtual Pix)

Virtual Pix hat sich in kurzer Zeit zu einem anerkannten Experten für 3D-Visualisierungen und Animationen entwickelt. Seit der Gründung 2006 setzen die Spezialisten des Unternehmens innovative Projekte im Bereich Produkt- und Architekturvisualisierung um.

Virtual Pix hat sich in kurzer Zeit zu einem anerkannten Experten für 3D-Visualisierungen und Animationen entwickelt. Seit der Gründung 2006 setzen die Spezialisten des Unternehmens innovative Projekte im Bereich Produkt- und Architekturvisualisierung um. Der Mangel an geeigneten Fachkräften veranlasste die junge Firma schon ein Jahr nach der Gründung auch die Ausbildung von Mitarbeitern und Kundenpersonal selbst in die Hand zu nehmen und ein Schulungszentrum aufzubauen.

Seit 2009 ist das neue Angebot als Autodesk Authorized Training Center (ATC) anerkannt und heute mit 340 Seminarplätzen das größte ATC in Norddeutschland. Das Unternehmen schuf sich nicht nur ein zweites erfolgreiches Standbein, sondern auch eine Einrichtung, die für breiteres Know-how des Personals im Stammgeschäft sorgt. Der Synergieeffekt wirkt auch in umgekehrter Richtung: Der Schulungsbereich profitiert vom vertieften Können der Visualisierungsexperten. Obendrein hilft der wachsende Schulungsbetrieb, das exzellente Know-how der Mitarbeiter bei potentiellen Visualisierungskunden bekannt zu machen.

Viele Zeugnisse aber keine Maßstäbe

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Virtual Pix sind die hohen Qualitätsmaßstäbe, die das Unternehmen an sich selbst stellt. „Das Angebot von Schulungen für Autodesk-Software auf dem Markt ist riesig und unüberschaubar. Hunderte von Firmen, Organisationen, Instituten, Schulen und Volkshochschulen bieten Kurse für AutoCAD und andere Autodesk-Softwareprodukte an. Ihre Qualitätsunterschiede sind gravierend, ihre Prüfungsmaßstäbe – sofern überhaupt eine Prüfung stattfindet – nicht transparent.

Wenn Firmen einen Mitarbeiter einstellen wollen und versuchen, sich ein Bild über seine CAD-Qualifikation zu machen, stehen sie auf verlorenem Posten. In einem Bewerbungsgespräch ist das nicht möglich“, stellt Tim Feike, Geschäftsführer der Virtual Pix GmbH, fest. Jeder Schulungsanbieter stattet seine Teilnehmer mit Zeugnissen und Zertifikaten aus. Alle loben sie den großen Schulungserfolg ihrer Absolventen.

„Leider sind viele dieser Dokumente das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. In der Realität stellt ein Konstruktionsleiter, der einen Mitarbeiter mit diversen Kurszeugnissen einstellt, erst einige Tage nach dem ersten Arbeitstag fest, was der Neue wirklich kann“, meint Feike. Und wenn er nicht hält, was seine dekorativen Zertifikate versprachen, haben der Konstruktionsleiter und seine Personalabteilung ein Problem. Gerade in der Baubranche herrscht oft Zeitdruck und eine Fehlbesetzung bedeutet Zeitverlust und Kosten.

Tim Feike war deshalb sehr angetan von dem neuen Zertifizierungsprogramm, das Autodesk vor einiger Zeit einführte und in diesem Jahr ausweitete. Anfang 2011 initiierte er das Thema Zertifizierung innerhalb der Firma. In einer ersten Testphase im April 2011 durchliefen Björn Kobes, diplomierter Architekt, Dozent für AutoCAD Architecture, und zwei Kollegen die Zertifizierung. Danach sollte die Zertifizierung auf die übrigen Dozenten ausgeweitet werden.

Neue Standards durch Autodesk-Zertifizierung

"Das war für uns damals Neuland. Die Prüfung wird online über eine spezielle Web-Anwendung abgewickelt, wobei immer ein autorisierter Prüfer als Aufsicht präsent ist. Der Prüfling ist bei dem Online-Test, der 90 Minuten dauert, sehr gefordert, sowohl durch Zeitdruck, weil die Aufgaben in begrenzter Zeit zu erledigen sind, zum andern durch hohe Anforderungen an sein Wissen.

Er muss auf dem aktuellen Stand des gesamten Funktionsumfangs der Software sein. Das ist allerdings ein Anspruch, den wir intern als Dozenten für uns selbst haben. Wir wollen sicher sein, den gesamten und aktuellen Funktionsumfang der Software, die wir unterrichten, zu beherrschen und alle Fragen, die eventuell von Teilnehmern unserer Ausbildungsgänge kommen, beantworten zu können“, erläutert Björn Kobes.

Für AutoCAD gibt es eine zweistufige Zertifizierung

Die erste Stufe des „Certified Associate“, in der ein breites Spektrum von Wissen im Multiple Choice-Verfahren abgefragt wird und die zweite Stufe des „Certified Professional“. Letztere ist praxisorientiert und verlangt beispielsweise die Öffnung verschiedener Zeichnungen, die Durchführung bestimmter Aufgaben und Schritte und die Ableitung eines Ergebnisses. Dazu ist Erfahrung im Umgang mit dem Programm erforderlich.

„Der Zeitdruck verlangt vom Prüfling sein Programm gut zu kennen und intuitiv zu arbeiten, um rechtzeitig zu einem Ergebnis zu kommen. Für Klicks auf die Hilfe-Funktion ist keine Zeit. Die Aufgaben sind gut abgestimmt auf das erwartete Können und definitiv nur zu schaffen, wenn man die Software gut kennt“, meint Kobes.

Er hat die Prüfungen eines „AutoCAD 2011 Certified Associate“ und eines „AutoCAD 2011 Certified Professional“ erfolgreich abgelegt und gehört mit dem „Professional“-Abschluss zu derzeit nur 12 Kollegen in Deutschland, die diesen Titel erhielten.

Unverzichtbarer Qualifikationsmaßstab

„Die Prüfungen von Autodesk sind sehr komplex und werden mit strengen Maßstäben durchgeführt. Sie sind ein echter Qualifikationsnachweis und bestätigen, dass der Absolvent eine komplexe Aufgabe eigenständig gelöst hat. Wir zertifizieren deshalb alle unsere Mitarbeiter – derzeit für die Produkte AutoCAD und Autodesk 3ds Max. Sie haben die Prüfungen entweder bereits erfolgreich abgeschlossen oder sind noch im Prozess, sie zu absolvieren“, erläutert der Geschäftsführer. Virtual Pix geht inzwischen sogar so weit, die Autodesk-Zertifizierung und ihre jährliche Aktualisierung mit einem Bonus beim Gehalt belohnen.

„Das zeigt die Bedeutung, die wir den Autodesk-Zertifikaten beimessen. Die Software entwickelt sich im jährlichen Rhythmus weiter und das Wissen veraltet schnell. Gerade unsere Dozenten müssen nachweisbar immer auf dem neuesten Stand sein. Deshalb ist auch die regelmäßige Erneuerung der Zertifikate sehr wichtig“, erklärt Tim Feike und ergänzt: „Aber die Zertifizierung ist nicht nur für uns von Bedeutung, sondern für alle Anwender in der Industrie, vor allem die Dienstleister.

Deshalb bieten wir ab August 2011 die Autodesk-Zertifizierung für die Software-Produkte AutoCAD, AutoCAD Architecture, Autodesk Revit und Autodesk 3DsMax an allen Standorten an.“ (hö)

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