Konstruktionswettbewerb

Nachwuchsingenieure tüftelten am Panorama-Selfie

| Redakteur: Jan Vollmuth

Beim Konstruktionswettbewerb überzeugten die Erstsemesterstudenten an der Hochschule Heilbronn mit Erfindungsreichtum und technischem Geschick.
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Beim Konstruktionswettbewerb überzeugten die Erstsemesterstudenten an der Hochschule Heilbronn mit Erfindungsreichtum und technischem Geschick. (Bild: Hochschule Heilbronn)

Acht Erstsemester-Teams der Hochschule Heilbronn tüftelten in einem von Schunk geförderten Wettbewerb an einer möglichst leichten Konstruktion, die ein Smartphone aufnimmt und für eine Panorama-Aufnahme um 360° dreht.

Inspiriert vom aktuellen Selfie-Hype ließen die Teams aus dem Studiengang Mechatronik und Mikrosystemtechnik beim Konstruktionswettbewerb, der von Schunk mit Preisgeldern in Höhe von 1000 € gefördert wurde, eifrig ihre Smartphones kreiseln. „Es war wieder sehr beeindruckend, wie von acht Teams acht unterschiedliche und zum Teil äußerst kreative Lösungen gefunden wurden“, betonte Studiengangleiter Prof. Dr.-Ing. Peter Ott zum Abschluss des Wettbewerbs.

Kreative Lösungen

Kriterien für die Bewertung waren die Bedienbarkeit, der Gesamteindruck und das Gewicht. Bezeichnenderweise lag am Ende das Team vorn, das für seine trendige Selfie-Lösung den ähnlich trendigen 3D-Druck nutzte. Gerade einmal 234 g wiegt die additiv gefertigte Kunststoff-Konstruktion, die die Jury auch aufgrund ihrer vielfältigen Funktionalität überzeugte. Ausgestattet mit einem flexiblen Greifer, kann die Lösung Smartphones unterschiedlicher Größen aufnehmen und Fotos sowohl im Hoch- als auch im Querformat schießen. Angetrieben von einem Schrittmotor lassen sich sowohl die Drehgeschwindigkeiten als auch der Drehwinkel flexibel einstellen.

„Es war nicht einfach, alle Funktionen umzusetzen und dann auch noch ein geringes Gewicht einzuhalten, aber an so einer Herausforderung zu arbeiten macht einfach Spaß“, unterstreicht Lukas Hawerland, Mitglied des Siegerteams. „Um den Steuerungscomputer zu programmieren, haben wir uns viel Wissen aus Tutorials gezogen, die im Netz zur Verfügung stehen“, beschreibt er die Arbeitsweise.

Propeller als Antrieb

Dass die Konstruktion auch konventionell realisierbar ist, bewies das Team „Air Trap“, das mit einem Sonderpreis für die innovativste und kreativste Lösung ausgezeichnet wurde: Beim Einstecken des Smartphones in die Halterung löst eine Mausefalle aus, die das Gerät fixiert. Als Antrieb für die Drehbewegung fungiert ein batteriebetriebener Propeller. Ob Hightech oder klassisch-kreativ: Der Wettbewerb zeigt, dass in dem Ingenieurnachwuchs aus Heilbronn jede Menge Potenzial steckt. (jv)

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