Flugroboter

Moskitocopter bekämpft Malaria, Zika und Dengue

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Height Tech hat im Forschungsprojekt Romeo (Remotely Operated Mosquito Emission Operation) einen Moskitocopter-Prototyp entwickelt. Er kann über eine spezielle Vorrichtung sterilisierte Mückenmännchen an per GPS definierten Punkten frei lassen oder über ein großes Areal gleichmäßig verteilen.
Height Tech hat im Forschungsprojekt Romeo (Remotely Operated Mosquito Emission Operation) einen Moskitocopter-Prototyp entwickelt. Er kann über eine spezielle Vorrichtung sterilisierte Mückenmännchen an per GPS definierten Punkten frei lassen oder über ein großes Areal gleichmäßig verteilen. (Bild: Height Tech)

Der Flugroboter-Hersteller Height Tech, ein Unternehmen der Spectair Group, hat mit dem Moskitocopter den vierten Platz des internationalen Wettbewerbs Drones for Good in Dubai erreicht. Das Flugsystem bekämpft Krankheiten wie Malaria, Zikafieber und Dengue.

Der Moskitocopter wurde in Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) entwickelt.

Mückenpopulationen ohne Umweltbelastung verkleinern

Der Moskitocopter verteilt schnell und einfach sterilisierte Stechmückenmännchen in Risikogebieten. Mückenweibchen, die Überträger der gefährlichen Viren, paaren sich mit den ausgesetzten Männchen, bekommen aber keinen Nachwuchs. Da sich die Mücken nur einmal paaren, wird so das Risiko einer Weiterverbreitung der von ihnen übertragenen, lebensbedrohlichen Viren erheblich gesenkt und die Gesundheit der Menschen in den betroffenen Regionen geschützt. Dank dieser Methode können Mückenpopulationen bei regelmäßigem Einsatz nachhaltig und ohne Umweltbelastung verkleinert werden.

Height Tech hat im Forschungsprojekt Romeo (Remotely Operated Mosquito Emission Operation) einen Moskitocopter-Prototyp entwickelt. Er kann über eine spezielle Vorrichtung sterilisierte Mückenmännchen an per GPS definierten Punkten frei lassen oder über ein großes Areal gleichmäßig verteilen. Die Mücken werden gekühlt in kleinen Containern im Fluggerät transportiert. Jeder Container fasst rund 1000 Mücken.

Drohne erreicht selbst schwer zugängliche Gebiete

Durch den Einsatz von Flugrobotern können auch entlegene und schwer zugängliche Gebiete erreicht und die männlichen Mücken dort verteilt werden. Da sich die Transport- und Verteilungsvorrichtung in unterschiedlichen Größen realisieren lässt, kann das System in Zukunft skaliert werden. Es lässt sich daher sowohl in ländlichen als auch städtischen Regionen und verschieden großen Arealen einsetzen. Drones for Good prämiert und fördert Projekte, die intelligente Drohnentechnologie für humanitäre Zwecke auf pragmatische Weise einsetzen.

Das Labor der FAO/IAEA forscht bereits seit mehreren Jahren an der Behandlung von Mücken mit Gammastrahlen, um sie im Kampf gegen gefährliche Krankheiten einzusetzen. Mit Height Tech hat die UN-Behörde einen Praxispartner aus der Flugrobotik gefunden, der die biologische Lösung um die technische Seite ergänzt.

Moskitos zählen zu gefährlichsten Lebewesen der Welt

Weibliche Mücken unterschiedlicher Arten sind die Überträger von Malaria, Zikafieber, Dengue und weiterer Tropenkrankheiten, an denen jährlich rund 725.000 Menschen sterben. Dies macht Moskitos statistisch zu dem für den Menschen gefährlichsten Lebewesen der Welt. Mücken benötigen das Blut anderer Lebewesen, um Eier zu produzieren. Beim Stich können infizierte Tiere Viren an ihren Wirt weitergeben. Die Mücke gilt aufgrund der von ihr übertragenen Krankheiten als das tödlichste Tier der Welt. (jup)

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