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Minister Gabriel besucht EBM-Papst in Mulfingen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der ebm-papst Geschäftsführung, mit Sigmar Gabriel im Gespräch zu Industrie 4.0
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Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der ebm-papst Geschäftsführung, mit Sigmar Gabriel im Gespräch zu Industrie 4.0 (Bild: Linda Hener (EBM-Papst))

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Sigmar Gabriel, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hat den Produktionsstandort Mulfingen-Hollenbach von EBM Papst besucht. Auf dem Programm standen u.a Themen wie Nachhaltigkeit, Energiescouts, Industrie 4.0, die Arbeitsmarktpolitik der SPD und TTIP.

Gabriel kam auf Empfehlung des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Rezzo Schlauch sowie auf Einladung von EBM-Papst, um sich ein Bild vom süddeutschen Vorzeigeunternehmen im Bereich Energieeffizienz und Innovation zu machen. Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EBM-Papst Gruppe, betonte: „Es ist gut und wichtig, dass sich Bundespolitiker immer wieder persönlich über den Zustand der Wirtschaft informieren. Wir konnten heute mit Sigmar Gabriel über viele für uns wichtige Themen sprechen und ihm zeigen, dass wir den Standort Deutschland wertschätzen und weiterentwickeln wollen – und was hierfür aus unserer Sicht seitens der Politik notwendig ist.“

EBM-Papst im Kampf gegen asiatische Produktpiraterie

Während seines Rundgangs durch die Produktion energieeffizienter Ventilatoren für Kälte- und Klimaanlagen im Werk Mulfingen-Hollenbach wurden aktuelle wirtschaftspolitische Themen an eigens errichteten Gesprächsinseln thematisiert. Hundsdörfer zeigte auf, dass EBM-Papst sich gegen asiatische Produktpiraterie – rund 150 - 200 Million Euro Umsatz gingen dem Weltmarktführer dadurch pro Jahr verloren – durch eine hohe Innovationsquote sowie eine konsequente strafrechtliche Verfolgung vor Ort schütze.

Die Auszubildende Eva-Maria Wolfart, im Sommer auf internationaler Tour durch die USA, stellte dem Vizekanzler das mittlerweile von 53 Industrie- und Handelskammern angewandte Projekt der Energiescouts vor. EBM-Papst hatte die Energiescouts 2010 ins Leben gerufen. Über 1.500 junge Auszubildende suchen seitdem in ihren Unternehmen nach Energiesparpotentialen und sparten so allein bei EBM-Papst rund 1 Million Euro an Energiekosten ein. Das Projekt ist mehrfach ausgezeichnet und wurde im Sommer bereits beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen in New York vorgestellt.

Das Bekenntnis für die Investitionen in Deutschland betonte Hans Peter Fuchs, Geschäftsführer Finanzen und Controlling, und verdeutlichte dies an aktuellen Unternehmenskennzahlen. Der Ventilatorenspezialist investiert aktuell über 100 Millionen Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten in Forschung & Entwicklung, Produktion, Logistik und Verwaltung – davon allein 80 Million Euro am Standort Mulfingen. Es sei wichtig, dass der Staat stärker in den Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur investiere. Ein gut ausgebautes Straßennetz werde gebraucht, ebenso wie eine gute Internetanbindung und Netzgeschwindigkeit, die gerade in ländlichen Regionen nicht ausreichend seien.

Datentransfer in Echtzeit gewährleisten

Diese sind für die Umsetzung von Industrie 4.0 entscheidend, um einen Datentransfer in Echtzeit zu gewährleisten. Bereits seit 2009 arbeitet EBM-Papst intensiv an der Vernetzung seiner Produktionseinheiten. Alexander Frank, Leiter Entwicklung Verfahren, veranschaulichte die Digitalisierung der Fertigung an einer Produktionsinsel von Ventilatoren. In einer Rede vor rund 200 Mitarbeitern des Produktionswerkes ging der Bundesminister auf die wichtige Rolle des Außenhandels für deutsche Unternehmen und die Qualifizierung von Fachkräften ein. Außerdem erläuterte er verschiedene Möglichkeiten, wie die Bundesregierung die Förderung von Energieeffizienz im Gebäudebereich bereits heute schon unterstützt.

Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel: “Heute konnte ich mich wieder von einem Unternehmen überzeugen, das es versteht, qualitative, nachhaltige und vor allem energieeffiziente Produkte zu entwickeln und sich dabei gegen eine starke internationale Konkurrenz durchzusetzen. Und das schaffen Sie nicht nur durch innovative Ideen, sondern auch, weil Sie die Digitalisierung in der Produktion erfolgreich umgesetzt haben. Toll ist auch die Idee, Ihre Auszubildenden als Energiescouts einzusetzen.“ (jup)

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