Kostenvorteile

LED-basierte Beleuchtung in den Windenergieanlagen

| Redakteur: Bernhard Richter

Die LED-basierte Turmbeleuchtung PLD T von Phoenix Contact leuchtet die Arbeitsbereiche und Leitern homogen aus
Die LED-basierte Turmbeleuchtung PLD T von Phoenix Contact leuchtet die Arbeitsbereiche und Leitern homogen aus (Bild: Phoenix Contact)

Eine LED-basierte Turmbeleuchtung von Phoenix Contact zählt zu den Merkmalen der WEAs der Firma Vensys Energy. Ihre Lösung soll die Installationszeit deutlich verkürzen und zur Reduzierung des Wartungsaufwands beitragen

Im Jahr 2000 gegründet, firmiert Vensys mittlerweile als nicht börsennotierte Aktiengesellschaft. Am Hauptsitz im saarländischen Neunkirchen-Wellesweiler sind rund 140 Mitarbeiter beschäftigt. Die Technologie des Unternehmens fußt auf der langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken sowie des Vensys-eigenen Entwicklungs-Teams. Mit der Konstruktion und Herstellung getriebeloser MW-WEA leistet Vensys einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Entsprechende Anlagen werden heute nicht nur in Deutschland, sondern über Lizenznehmer ebenso in China, Spanien, Brasilien, Indien und Ägypten gefertigt. Sie sind in zahlreichen Ländern rund um den Globus am Netz. Bis Ende Mai 2015 waren weltweit über 14.200 Vensys-WEA mit mehr als 23.400 MW Leistung installiert.

Die ersten Windenergieanlagen des Unternehmens in der Drei-MW-Klasse setzen neue Standards hinsichtlich Installation, Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit. Sie basieren auf der bewährten Technologie der 2,5-MW-Plattform und sind mit einem Rotordurchmesser bis 120 Meter sowie einer Nabenhöhe von maximal 140 Meter auch auf Schwachwind-Standorte zugeschnitten. Vensys-WEA zeichnen sich durch eine möglichst hohe Energieerzeugung bei möglichst geringen Verlusten aus. Dies wird durch die Beschränkung auf wenige hochqualitative Bauteile sowie die Reduzierung von Verschleißteilen und Verwendung langlebiger Komponenten erreicht.

Optimale Ausleuchtung der Arbeitsbereiche

Zu den hochwertigen, über viele Jahre nutzbaren Produkten gehört die LED-basierte Turmbeleuchtung PLD T von Phoenix Contact. Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches System, das die Arbeitsbereiche und Leitern ausleuchtet sowie bei Stromausfall für eine Notbeleuchtung sorgt. Die LED-Leuchten, die der EN 50308 entsprechen, sind speziell für den Einsatz in Windenergieanlagen entwickelt worden. Besonderes Augenmerk wurde daher auf ein robustes Design sowie eine weltweite Verwendung gelegt.

Die speziell für Windenergieanlagen entwickelten LED-Leuchten zeichnen sich durch ein robustes Design sowie eine weltweite Verwendung aus.
Die speziell für Windenergieanlagen entwickelten LED-Leuchten zeichnen sich durch ein robustes Design sowie eine weltweite Verwendung aus. (Bild: Phoenix Contact)

So liefert die Lösung selbst bei niedrigen Temperaturen noch eine gute Lichtleistung. Bernd Kerber, bei Vensys als Entwicklungsingenieur tätig, bestätigt: „Das zuverlässige und wartungsfreie PLD T-System leuchtet den Turm und die Arbeitsflächen homogen aus. Deshalb ist die Sicherheit der Mitarbeiter beim Auf- und Abstieg sowie beim Arbeiten auf den Plattformen jederzeit gegeben“. Durch die Nutzung von stabilen Kunststoffen trotzen die Leuchten Stößen und Schlägen. Sie halten sogar das Gewicht eines Servicetechnikers aus und erweisen sich aufgrund der Schutzart IP 67 unempfindlich gegen Staub, Schmutz oder Wasser.

Vorteilhafte Unterstützung von Wechselspannung

Um die Turmbeleuchtung für die international agierenden WEA-Hersteller auszulegen, verfügen die Leuchten über einen AC-Weitbereichseingang, der Spannungen von 90 V AC bis 260 V AC abdeckt. Denn die Verwendung von Standard-Wechselspannungen, wie 110 V oder 230 V, zeigt sich gegenüber dem Einsatz von 24-V-Systemen als vorteilhaft. Dies, weil bei geringen Spannungen sowie immer größeren Nabenhöhen von 140 Meter und mehr für die 24-V-Versorgung der Leuchten teilweise Kabel mit einem Querschnitt bis 10 mm² verlegt werden müssen. In den WEA von Vensys wird wegen der höheren Versorgungsspannung hingegen ein weit verbreitetes Kabel mit einem Querschnitt von 1,5 mm² genutzt. Darüber hinaus sind die höheren DC-Spannungen nicht standardisiert, sodass spezielle Umsetzer benötigt werden. Sofern sie nicht für die Notbeleuchtung verantwortlich ist, lässt sich die Turmbeleuchtung PLD T von Phoenix Contact jedoch ohne Umsetzer am normalen Netz betreiben. Zur Absicherung sowie für das Ein- und Ausschalten reichen handelsübliche Schalter und Sicherungen aus.

Schnelle Verdrahtung der Leuchten

Das QPD-Installationssystem von Phoenix Contact ermöglicht eine einfache und zeitsparende Verdrahtung der LED-Leuchten. Mit der IDC-Schneidklemmtechnik Quickon lässt sich eine Leitung um 80 Prozent schneller anschließen als bei einer konventionellen Verkabelung. Dazu muss lediglich das Kabel abgemantelt und die Litzen müssen im Splicebody zugeordnet, bündig abgeschnitten und verschraubt werden. Es ist also kein Spezialwerkzeug erforderlich. Zudem erfolgt die Konfektionierung außerhalb der Leuchte, weshalb deren Gehäuse nicht geöffnet werden muss. Das stellt sicher, dass die hohe Schutzklasse IP 67 auch nach dem Anschluss einer Leitung gegeben ist.

Mit dem QPD-Installationssystem lassen sich die LED-Leuchten einfach und zeitsparend verdrahten
Mit dem QPD-Installationssystem lassen sich die LED-Leuchten einfach und zeitsparend verdrahten (Bild: Phoenix Contact)

Ein weiterer Vorteil des QPD-Systems liegt in der Möglichkeit, vorkonfektionierte Leitungen zu verwenden. Nach der Auslegung der Turmbeleuchtung hat Vensys daher gemeinsam mit den Wind-Experten von Phoenix Contact die notwendigen Kabellängen definiert, die dann an den Turmhersteller geliefert wurden. Durch den modularen Aufbau des Beleuchtungssystems PLD T konnten die Versorgungsleitungen für den gesamten Turm innerhalb von wenigen Stunden ordnungsgemäß verlegt werden. Das einheitliche Stecksystem erlaubt die Umsetzung der Verkabelung zwischen den Turmsegmenten ohne weite Steckstellen, da die Leitungen aus dem unteren Segment direkt an die erste Leuchte im neuen Segment gesteckt werden können.

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