Euromold

Interessantes von und zur Euromold

Von der Idee bis zum fertigen Produkt: Themenpark Schmuckindustrie. Solidworks stellt Neuheiten vor und Materialise zeigt den erste Rennwagen aus dem 3D-Drucker.

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Darstellung von endlosen und geschnittenen Glasfasern in der Autoindustrie.
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Darstellung von endlosen und geschnittenen Glasfasern in der Autoindustrie. (Bild: MSC.Software)

Von der Idee des Juwels bis zum fertigen Produkt: Euromold-Themenpark Schmuckindustrie; Solidworks Deutschland auf der Euromold 2012 - Vorteile live erleben: Solidworks 2013, Solidworks Plastics und Solidworks Electrical; Materialise auf der Euromold 2012: Der weltweit erste Rennwagen aus dem 3D-Drucker; MSC Software übernimmt Spezialisten für Materialdaten und Simulation von Composites.

Die 19. Euromold präsentiert erstmals den Themenpark Schmuckindustrie. Darin bildet die Messe die gesamte Prozesskette der Schmuckherstellung vom Design über Rapid Prototyping bis zur Gussmaschine ab. Abgerundet wird der Themenpark durch ein interessantes Rahmenprogramm, das die Bedeutung der Prozesskette und neuer Technologien in der Schmuckherstellung veranschaulicht.

Für zahlreiche Aussteller bildet die Schmuckindustrie einen wichtigen Absatzmarkt. Auch durch die gestiegene Bedeutung der generativen Verfahren (3D-Druck) und deren Einbindung in die Schmuckherstellung ist die Bedeutung der Euromold in diesem Sektor noch weiter gestiegen. In den letzten Jahren haben sich bei der Herstellung der Formen in der Schmuckindustrie die generativen Verfahren stark verbreitet. Neben der Steigerung der Effizienz der Anlagen hat auch die Entwicklung spezieller Materialien dazu beigetragen. Die Herstellung der Modelle im 3D-Druck hat sich so in einigen Bereichen bereits als Standard-Verfahren etabliert.

Solidworks Deutschland auf der Euromold

Das Unternehmen präsentiert auf der Euromold das Solidworks Produktportfolio. Im Mittelpunkt stehen dabei Solidworks 2013 sowie die ebenfalls kürzlich vorgestellten Pakete Solidworks Plastics und Solidworks Electrical. Die neue Version Solidworks 2013 sorgt mit neuen und optimierten Funktionen dafür, dass sich Geschäftsabläufe noch produktiver, profitabler und nachhaltiger gestalten lassen. Auf der Messe erhalten Anwender zudem Live-Einblicke in Solidworks Plastics.

Die Simulationssoftware richtet sich an Konstrukteure von Kunststoffteilen sowie Hersteller von Spritzgussformen und hilft, Fertigungsfehler bereits in den Frühphasen des Entwicklungsprozesses zu erkennen und zu vermeiden.

Das Software-Tool Solidworks Electrical vereinfacht mit seinen intelligenten Konstruktionswerkzeugen, der umfangreichen Teiledatenbank und der Echtzeitintegration von 2D-Schaltplänen und 3D-Modellen, die Konstruktion von elektrischen Systemen.

Design & Engineering Forum: Kompetenzvortrag zu Solidworks Plastics: Am Mittwoch, den 28. November 2012 um 10:40 Uhr spricht Dipl.-Ing. Andreas Klumpp, Technical Manager Simulation Products, Central Europe, Solidworks im Rahmen des Design & Engineering Vortragforums in Halle 11.0 zum Thema „Simulationsgetriebene Entwicklung von Kunststoffteilen mit Solidworks Plastics“.

Der weltweit erste Rennwagen aus dem 3D-Drucker

Auf der Euromold wird Materialise erstmals den Areion präsentieren: einen elektrisch betriebenen Rennwagen der Formula Student, dessen Karosserie im Stereolithographie-Verfahren, d.h. im 3D-Druck, bei Materialise in Leuven/Belgien hergestellt wurde.

Darüber hinaus zeigt Materialise mit Magics 17 das neue Release der Software zur Aufbereitung von STL-Daten sowie die neuen Build-Processor und Streamics-Module. Das Team „Formula Group T“ hat – mit Unterstützung von Materialise – ein Elektrofahrzeug entwickelt, das in nur 4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und erfolgreich an der Formula Student teilgenommen hat.

Das Fahrzeug zeigt beispielhaft, dass sich Additive Manufacturing hervorragend für die wirtschaftliche Produktion von Fahrzeugteilen in kleinen Serien eignet und die Designer und Fahrzeugentwickler bei der Umsetzung neuer Ideen unterstützt.

Software zum professionellen Aufbereiten von 3D-Daten

Neben diesem Eyecatcher, dessen Außenhülle im Materialise-Werk Leuven/Belgien entstand, kann der Anwender auch erste Einblicke in das neueste Release der Magics-Software erhalten. Die Software zum professionellen Aufbereiten von 3D-Daten für das Additive Manufacturing, wurde für die Multikernprozessor-Technik optimiert. Das steigert die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung erheblich. Eine interessante Entwicklung ist auch das Build-Processors-System, das den Prozess des 3D-Druckens erheblich vereinfacht. Man muss jetzt kein Spezialist oder ausgebildeter Konstrukteur sein, um 3D-Teile zu drucken.

Als Beitrag zum Themenpark Schmuckindustrie präsentiert das Unternehmen außerdem die Software Jewelfab DWS. Sie erlaubt die einfache, bedienergeführte Produktion von Schmuckbauteilen mit den Methoden der generativen Fertigung, die sich in einigen Bereichen der Schmuckindus- trie bereits zum Standardverfahren entwickelt hat.

Mit Jewelfab DWS werden Schmuckdesigner Schritt für Schritt durch die einzelnen Prozessschritte wie beispielsweise die Erzeugung von Stützstrukturen und die Schichtzerlegung geführt.

MSC Software übernimmt E-Xstream Engineering

MSC Software, Anbieter von Simulationssoftware und Dienstleistungen, gab die Übernahme von E-Xstream Engineering bekannt. Die Firma ist Spezialist für Mikromechanik und Multi-Skalen Simulation und beschäftigt sich mit der Berechnung von faserverstärkten Composite-Bauteilen. Mit der Software Digimat kann das nichtlineare Verhalten dieser Werkstoffe modelliert und simuliert werden.

In Verbindung mit den Simulationswerkzeugen von MSC ermöglicht E-Xstream die Simulation einer Vielzahl von Materialien und Werkstoffen. Im Fokus stehen dabei die genaue Bestimmung von Versagen und Materialbruch, mikromechanische Materialberechnungen sowie nichtlineare, multiskalaren Strukturmodellierung. Vor allem Hersteller und Verarbeiter von Kunststoffen nutzen die Software, um das Verhalten von Kurzfaser verstärkten Polymeren zu modellieren und zu bewerten. Digimat berücksichtigt dabei die durch den Spritzguss verursachten Effekte. (hö)

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