Hannover Messe 2016

Industrial Supply 2016: Niederländische Zulieferer präsentieren sich als innovative Entwicklungspartner

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Industrial Supply 2016: Niederländische Zulieferer präsentieren sich als innovative Entwicklungspartner.
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Industrial Supply 2016: Niederländische Zulieferer präsentieren sich als innovative Entwicklungspartner. (Bild: Deutsche Messe)

Der Dutch Industrial Supply Pavillon in Halle 4 ist eine der größten Länderbeteiligungen auf der Industrial Supply, internationalen Leitmesse für innovative Zulieferlösungen und Leichtbau auf der Hannover Messe, die vom 25. bis 29. April 2016 staffindet.

Auf 800 Quadratmetern Fläche präsentieren die Aussteller des Dutch Industrieal Supply Pavillion– darunter Systemlieferanten, Zulieferer, Start-ups und Netzwerke – ihre Kompetenzen und Leistungsfähigkeit als innovative Entwicklungspartner. Zudem stehen profunde Fachvorträge und angeregte Diskussionsrunden mit Experten aus verschiedenen Industriezweigen auf dem Programm.

Blok Group präsentiert weltweit größten 3D-Metall-Printer

Hightech-Komponenten aus dem Drucker präsentiert die Blok Group mit Sitz im niederländischen Velsen-Noord bei Amsterdam. Sie hat gerade den weltweit größten 3D-Metall-Printer in Betrieb genommen. Eine immense Investition – mit klarer Zielsetzung. „Dank Additive Manufacturing und Rapid Prototyping können neue Produkte schneller die Marktreife erreichen und unsere Kunden haben erhebliche Wettbewerbsvorteile“, sagt Geschäftsführer Martijn Witteveen. Dadurch unterstreicht das Unternehmen auch seine Ambition, als Entwicklungspartner am Beginn der Produktionskette beteiligt zu werden. Eine wichtige Rolle spielt die Zeitersparnis, die das 3D-Drucken hochwertiger Komponenten ermöglicht – und das in zwei entscheidenden Bereichen: Bereits in der Designphase können kurzfristig Prototypen gedruckt werden und kleine Anpassungen im Design lassen sich auf Knopfdruck umsetzen. Zu wesentlich geringeren Kosten. Zudem verkürzt sich der Fertigungsprozess, da klassische Fügeverfahren wie Schweißen oder Kleben wegfallen. Die neue Maschine ermöglicht Komponenten in den Maßen 800 x 400 x 500 Millimeter – eine Revolution in der Fertigung. Angewendet werden die gedruckten Teile in den anspruchsvollsten Industrien: in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobilindustrie, in der Medizintechnik sowie der Öl- und Gasbranche. Deshalb ist der Drucker auch in der Lage, Hochleistungswerkstoffe wie Titan, Hasteloy oder Inconel zu verarbeiten – Standardwerkstoffe für diese Industriezweige.

Brainport Industries – ein Ansprechpartner auf Augenhöhe

Brainport Industries mit Sitz im niederländischen Eindhoven ist ein Hightech-Netzwerk der Zulieferindustrie – mit knapp 90 angeschlossenen Unternehmen aus den gesamten Niederlanden. „Zusammen repräsentieren wir 9 000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro“, berichtet Geschäftsführer John Blankendaal. Im Rahmen dieser Gemeinschaft haben sich die Zulieferer zu Entwicklungspartnern der großen OEMs entwickelt. „Früher bestand der Prozess in der Zulieferindustrie aus drei Schritten: Anfrage, Angebot, Ausführung. Die Rollen waren klar verteilt: Sie wünschen, wir fertigen. Dieses Modell hatte aber keine Zukunft mehr. Deshalb mussten wir einen deutlichen Mehrwert entwickeln. Unser Ansatz lautete, dass wir uns in der Fertigungskette weiter nach vorne schieben mussten, also schon bei der Produktentwicklung einbezogen werden“, erläutert Blankendaal. „Heute sind wir ein Ansprechpartner auf Augenhöhe. Große Konzerne können durch die Kooperation mit unseren Zulieferern den Umsatz verdoppeln und die Kosten halbieren. Sie sind auf die Zusammenarbeit mit innovativen Partnern angewiesen.“ Die Mitglieder von Brainport Industries stammen aus unterschiedlichen Branchen wie Medizintechnik, Halbleitertechnologie, Photovoltaik, der optischen Industrie oder Messgerätetechnik. So divers die Unternehmen sind, eines müssen alle im gleichen Maße bieten: höchste Qualität.

CLT Metal Service reagiert auf steigende Kundenanforderungen

Schnellere Durchlaufzeiten und weniger Materialverbrauch, neue Konstruktionsmöglichkeiten und null Fehler: Mit dem Konzept „Smart Metal Shaping“ reagiert das Unternehmen CLT Metal Service mit Sitz im niederländischen Horst auf die steigenden Anforderungen der Kunden. Im Mittelpunkt steht eines der modernsten Laserbearbeitungszentren Europas. Wie CLT Metal Service mit dem neuen Konzept seine Kunden aus der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie und dem Maschinenbau unterstützen kann, zeigt das Unternehmen in Hannover. Die Lösung für immer wichtiger werdende Durchlauf- und Lieferzeit liegt in Automatisierung und Digitalisierung. Die Konstruktion wird am Computer exakt in 3-D vorbereitet und das Produkt mit dem Kunden bis ins letzte Detail abgestimmt. Den Rest erledigt die Anlage automatisch. Bei der Maschine handelt es sich um ein vollautomatisches Bearbeitungszentrum für Rund- und Profilrohre von 14 Metern Länge und einem maximalen Durchmesser von 610 Millimetern bei einer Materialdicke von 20 Millimetern. Die Zeitersparnis, die damit ermöglicht wird, ist erheblich. Ein weiterer Vorteil besteht in neuen Konstruktionsmöglichkeiten. Rohre und Bleche lassen sich miteinander verbinden, Steckverbindungen vorbereiten oder Kerben an exakt vorbestimmten Stellen einfügen. Ein weiterer Pluspunkt ist die 100-prozentige Reproduzierbarkeit. Für die Bühnendekoration des European Song Festivals im Mai 2015 in Wien hat CLT 1 288 unterschiedliche Rohre geschnitten, gekennzeichnet und den Vorgaben entsprechend verpackt – innerhalb weniger Wochen.

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