Automobiltechnik

Biodiesel motorentauglicher gemacht

20.04.12 | Redakteur: Ute Drescher

Die Symposiumsteilnehmer auf dem Balkon des Braunschweiger Altstadtrathauses. (Bild: Thünen-Institut)
Die Symposiumsteilnehmer auf dem Balkon des Braunschweiger Altstadtrathauses. (Bild: Thünen-Institut)

Ein Doktorand am Thünen-Institut in Braunschweig hat erforscht, warum Biodiesel in manchen Fahrzeugen den Kraftstoff-Filter verstopft.

Fachleute kennen das Problem: Würden Autofahrer künftig Dieselkraftstoff mit deutlich höherem Biodiesel-Anteil tanken, könnte in manchen Fahrzeugen der Kraftstoff-Filter verstopfen oder sich Ölschlamm im Motor bilden. Warum dies so ist und wie sich Abhilfe schaffen lässt, hat ein junger Doktorand am Thünen-Institut in Braunschweig erforscht und jetzt auf dem „Wissenschaftssymposium Automobiltechnik 2012 (WISAU)“ der Fachwelt vorgestellt.

In seiner Doktorarbeit analysiert der Chemiker Lasse Schmidt am Thünen-Institut die Alterungserscheinungen von Kraftstoffgemischen mit Biodiesel-Anteil. Er fand heraus, dass es zu Oxidationen kommt, wodurch bestimmte Oligomere (große Moleküle) entstehen, die zu den technischen Problemen führen. Durch die Zugabe von pflanzenbasierten Additiven, zum Beispiel bestimmten Alkoholen, ließen sich die unerwünschten Phänomene aber zuverlässig verhindern.

Schmidt war einer von 14 jungen Forschern aus Deutschland und Österreich, die beim dritten Wissenschaftssymposium Automobiltechnik (WISAU) im Altstadtrathaus zu Braunschweig ihre Ergebnisse aus der Automobilforschung präsentierten. Das Besondere an dieser Veranstaltungsreihe ist ihre Authentizität: Nur diejenigen, die die Untersuchungen selbst durchgeführt haben – also die Doktoranden – dürfen auf der Tagung vortragen.

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