Innotrans 2016

Future Mobility Park bietet spannenden Blick in die Zukunft

| Redakteur: Katharina Juschkat

Der Future Mobility Park zeigt auch dieses Jahr auf der Innotrans Ideen und Visionen zur Zukunft des Verkehrs.
Der Future Mobility Park zeigt auch dieses Jahr auf der Innotrans Ideen und Visionen zur Zukunft des Verkehrs. (Bild: Innotrans)

Vom Hyperloop bis zu fahrerlosen Fahrzeugen – auf der diesjährigen Innotrans, die vom 20. bis 23. September in Berlin stattfindet, zeigen Unternehmen im Future Mobility Park Zukunftsvisionen der Verkehrsindustrie. Außerdem kündigen laut Veranstalter 114 Aussteller insgesamt 131 Weltpremieren auf der Messe an.

Mit Schallgeschwindigkeit von Stadt zu Stadt durch eine Röhre rasen, in vernetzten fahrerlosen Fahrzeugen befördert werden – sieht so der Verkehr der Zukunft aus? Antworten auf solche Fragen können Besucher vom 20. bis 23. September auf der Innotrans 2016 finden. Im Future Mobility Park und in den Messehallen stellen Visionäre und Unternehmen aus Ländern wie Italien, Deutschland, der Schweiz, Weißrussland und den USA ihre futuristischen Ideen vor.

Drei Unternehmen zeigen den Hyperloop

Mit dabei sind die US-amerikanischen Visionäre von Hyperloop Transportation Technologies (Future Mobility Park) und Hyperloop One (Halle 3.2) sowie Transpod aus Kanada (Halle 2.2). Sie alle präsentieren ihre Konzepte vom Hyperloop. Das Röhrentransportsystem mit über 1.200 Stundenkilometern soll zwischen Los Angeles und San Francisco entstehen. Ideengeber Elon Musk hatte Branchenentwickler weltweit dazu aufgerufen, sein Konzept vom Hyperloop umzusetzen. In der Speakers‘ Corner halten Hyperloop One und Hyperloop Transportation Technologies ebenfalls Vorträge zum Thema.

Hyperloop One fährt zum ersten Mal

Hochgeschwindigkeitszug

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Auch die Deutsche Bahn interessiert sich für die Hochgeschwindigkeitstechnik. Mit Hyperloop Transportation Technologies arbeitet das Verkehrsunternehmen auch an aktuellen Transportsystemen. Zurzeit werden Projektionslösungen für Verkehrsmittel entwickelt, die keine Fenster haben oder überwiegend in Tunneln verkehren. Auf digitalen Fensterscheiben lassen sich so Landschaften, Filme oder andere visuelle Fahrgastinformationen abspielen.

Fahrerlose Fahrzeuge und Vernetzung liegen im Trend

Best Mile aus der Schweiz vernetzt automatisierte Fahrzeuge mithilfe von Algorithmen miteinander. Laut Hersteller wird damit das Zusammenspiel von Planung, Fahrzeugdisposition, Tourenplanung, und Batterieaufladung gewährleistet. Ähnlich wie Carsharing soll der Mobilitätsservice Moon funktionieren, der vom Mobilitydesign-Team der Fachhochschule Potsdam gezeigt wird. Ab 2021 soll die fahrerlose und nachhaltige Ridesharing-Technologie Kunden zur Verfügung stehen.

Next Future Transportation informiert Fachbesucher über ein busähnliches Straßentransportsystem, das auf elektrisch betriebenen Modulfahrzeugen basiert. Zwei Modelle können die Fachbesucher vor Ort begutachten. Einblick in die lautlose und emissionsfreie Vielzwecktrasse Typ 6 gibt das deutsche Walter Back Büro für Umwelttechnik. Der Verkehrsweg ist das Forschungsziel des weißrussischen Unternehmens Sky Way. Sie arbeiten an aufgeständerten Fahrbahnen aus Spannbeton, an denen Nahverkehrs-Passagierkabinen hängen und auf denen Züge in flugzeugähnlicher Geschwindigkeit fahren sollen.

Zahlreiche Premieren auf der Innotrans erwartet

Gut zwei Wochen vor Messebeginn haben 114 Aussteller insgesamt 131 Weltpremieren angekündigt. Siemens beispielsweise stellt auf der Messe „Mireo“ vor, die neue Regional- und Pendlerzug-Plattform, die für den stetig wachsenden Mobilitätsbedarf entwickelt wurde.

Auch die Deutsche Bahn präsentiert mehrere Erstvorstellungen. Komplett emissionsfrei erzeugt die Brennstoffzelle der DB Bahnbau Gruppe elektrische Energie. „Colibri“, ein neues Konzept der DB Fahrzeuginstandhaltung, veranschaulicht, wie IT-Lösungen für die Reisekette von morgen aussehen können. Und die DB Netz AG zeigt ihr neues Tunnelinspektionsfahrzeug der Baureihe 705.1. Der neue Regionalzug von Alstom mit Brennstoffzellen-Antrieb wird ebenfalls vollständig emissionsfrei sein und zudem mit einem geringen Geräuschpegel fahren. Ein außergewöhnliches Zugkonzept stellt auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gemeinsam mit dem Andreas Vogler Studio vor: den Doppeldecker-Hochgeschwindigkeitszug „Aero Liner 3000“ für das britische Eisenbahnnetz.

ABB Railway präsentiert auf der Innotrans 2016 zum ersten Mal den leichten Traktions-Transformator Effilight, dessen Technologie eine erhebliche Menge Öl einsparen soll, und das kompakte Batterieladegerät Bordline BC, das mit hoher Leistungsdichte und Verfügbarkeit sowie einfacher Wartung punktet. Das Gleisbaufahrzeug von Mercedes-Benz Special Trucks besitzt neben einem Eisenbahnkran mit Arbeitskorb sowie Zweischalengreifern auch eine Waggonbremsanlage für Anhängelasten bis zu 400 t.

Welche Neuheiten Besucher auf der Messe finden können, ist hier nachzulesen. (kj)

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