Do it yourself-Konstrukteur

Einmal Exoskelett zum Selberbauen, bitte!

| Autor: Bernhard Richter

Was macht man, wenn man handwerklich begabt ist und ein Nerd? Genau: Man baut sich ein Exoskelett à la Iron Man.
Was macht man, wenn man handwerklich begabt ist und ein Nerd? Genau: Man baut sich ein Exoskelett à la Iron Man. (Bild: thehacksmith.ca)

Viele Konstrukteure träumen davon fantastische Dinge zu bauen und damit die Welt zu verbessern. Der Kanadier James Hobson auch – nur baut er diese Dinge auch.

„Ich wollte schon immer ein Exoskelett bauen, wie Iron Man!“ Und genau das macht James Hobson, auch bekannt als the Hacksmith aus Kanada. Vor etwa zwei Jahren bekam der damalige Produktentwickler und Hobbykonstrukteur ein paar pneumatische Hubzylinder von einem Freund geschenkt und dachte sich, warum nicht ein Exoskelett bauen. Das Ergebnis war dieses Video und bis heute etwa 1,5 Mio. Views auf Youtube.

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Das kanadische Fernsehen wurde danach recht schnell auf den jungen Self-Made-Konstrukteur aufmerksam und Hobson musste vor einem Millionenpublikum unter Beweis stellen, was seine Oberkörperkonstruktion leisten kann: In der Fernsehshow Daily Planet (nicht ansässig in Metropolis) hob er ohne Mühe 125 kg.

Immerhin einen BMW Mini kann das Beinverstärkungs-System schon anheben. Der Mini wiegt etwa 1,2 t.
Immerhin einen BMW Mini kann das Beinverstärkungs-System schon anheben. Der Mini wiegt etwa 1,2 t. (Bild: thehacksmith.ca)

Seit diesem und anderen Auftritten in verschiedenen Medien arbeitet der studierte Maschinenbauingenieur an einem grundlegend neuen Konzept eines Exoskeletts, das neben der oberen auch die untere Körperhälfte mit Kraft versorgen kann. Das System ist modular aufgebaut, so dass die Pneumatikzylinder an den Beinen einfach ausgetauscht werden können. Die Beine sind so konstruiert, dass sie sich sperren um ein ungewolltes Zurückfahren zu verhindern. So ist es möglich, einen Mini mit dem System anzuheben.

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Vor ein paar Monaten kündigte Hobson seinen Job um sich voll und ganz der Entwicklung von Exoskeletten und seinem Youtube-Kanal zu widmen. In Zukunft will er ein Unternehmen gründen und seine Exoskelette für die Medizintechnik vermarkten. Querschnittsgelähmte Menschen könnten von solchen Produkten ein erhebliches Stück Lebensqualität zurückgewinnen.

Bis es aber soweit ist, bleibt der sympathische Science-Fiction-Fan in seinem Hinterhof und konstruiert immer bessere Exoskelette. Nächstes Ziel: Wenn sein Youtube-Kanal die 100.000-Follower-Marke knackt will er ein fliegendes Exoskelett bauen – ganz wie Iron Man. (br)

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