Schubkette

Die bewährte Schubkette löst auch neue Herausforderungen

Seit vierzig Jahren sorgt die Schubkette für Antrieb. Denn die bewährte Antriebstechnik von Serapid verspricht auch Lösungen für neue Herausforderungen.

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die starre Schubkette kommt in der Fördertechnik auch hierzulande zum Einsatz.
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Die starre Schubkette kommt in der Fördertechnik auch hierzulande zum Einsatz. (Bild: Serapid)

Seit etwa vierzig Jahren sorgt die Schubkette für Antrieb. Dabei ist sie noch lange nicht „out“. Denn die bewährte Antriebstechnik von Serapid verspricht auch Lösungen für neue Herausforderungen.

Die Serapid Deutschland GmbH mit Sitz in Bad Mergentheim und Stammhaus im Norden Frankreichs gilt als führend in der Technik der sogenannten starren Schubkette, die sich durch Leistung, bei Lasten bis 50 t und mehr, Zuverlässigkeit und Umweltfreundlichkeit auszeichnet. Außer der klassischen horizontalen Kette wurden in über vier Jahrzehnten immer neue Antriebsmittel nach dem gleichen, rein mechanischen Prinzip entwickelt.

Lösungen für alle Aufgaben und Anforderungen

Klaus Würkner, Geschäftsführer von Serapid: „Unsere Lösungen kommen in den verschiedensten industriellen Anwendungen zum Einsatz und sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit und Effizienz.“ Würkner ergänzt seine Aussage: „Die Schubkette arbeitet als starre Teleskoptriebstange, ist aber äußerst flexibel, wenn es um die Speicherung geht. Die Kette lässt sich dorthin umlenken, wo Platz ist, und sie lässt sich aufwickeln, um Platz zu sparen. Damit werden Lösungen für alle Aufgaben und Anforderungen möglich, auch in scheinbar schwierigen Fällen.“

Die Technik der „starren Schubkette“ bildet seit der Gründung im Jahr 1972 den Markenkern von Serapid. Das zunächst für den Transfer hoher Lasten entwickelte Antriebsmedium hat sich in den verschiedensten Bereichen durchgesetzt: in der industriellen Fertigung, im Werkzeug- und Materialhandling, in der Lagerlogistik, in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik. Spezielle Varianten der Kette sind in der Medizintechnik im Einsatz, etwa beim Bewegen von Patientenliegen und Untersuchungstischen.

In der modernen Gebäudetechnik wartet ein noch kaum vermessenes Spektrum von Anwendungen, für die die Schubkettentechnik optimale Lösungen verspricht.

Geschäftsfüher Klaus Würkner: „Hier scheint so gut wie alles denkbar von der Fenstersteuerung bis zu variablen Böden oder ausfahrbaren Galerien.“

Und so funktioniert es

Dabei ist das genutzte mechanische Grundprinzip sehr einfach. Die speziellen Glieder der Schubkette greifen form- und kraftschlüssig ineinander. Unter Vorwärtsdruck schließen sie sich zu einem expandierenden starren Stock, der die Last schiebt oder hoch drückt. Auf der anderen Seite des Artikulationspunktes bleibt der passive Teil der Kette, also auch der Rücklauf, flexibel.

Er lässt sich umlenken oder, in kompakten Schleifen aufgerollt, außerhalb Arbeitsbereichs speichern. Da man so nicht nur Platz spart, sondern auch relativ uneingeschränkt bei der Position des Speichers ist, sind Schubkettenantriebe oft auch dann noch einsetzbar, wenn andere Antriebe an ihre Grenzen stoßen.

Bei all diesen Vorzügen besteht die Lösung einer fördertechnischen Aufgabe jedoch auch aus Beratung, Anpassung und kundenspezifischem Engineering. Integration in individuell bedingte Umgebungen ist häufig die erste Voraussetzung.

Dies gelte, so Klaus Würkner, immer noch für Anwendungen in den klassischen Bereichen, und natürlich besonders für die neuen Aufgaben, auch wenn die Schubkettentechnik vieles erleichtere oder erst ermögliche.

Fördersysteme, Lifte, lineare Aktuatoren und Hubtische von Serapid sind heute weltweit in Gebrauch. Anwendungen gibt es überall, wo Schwergewichtiges über Distanzen von einigen Metern bewegt oder gehoben werden muss: in der Beschickung von Anlagen, im Lager, in der Produktion, oder in jedem anderen Bereich der industriellen Intralogistik. Ein Schwerpunkt ist der Werkzeugwechsel an Metall verarbeitenden Pressen. Mit dem Produkt- und Engineering-Programm QDX (Quick Die Xchange) bietet das Unternehmen neben Fördersystemen, die bis zu automatischen Anlagen für ganze Pressenlinien reichen, auch die passenden Spann- und Rollelemente an.

Serapid in der Bühnen-, Haus- und Medizintechnik

Ihre technischen Vorteile, unter anderem die effiziente und flexible Speicherung der aufwickelbaren Kette, haben diese nicht zuletzt auch in der Unterhaltungs- und Veranstaltungstechnik bekannt gemacht.

Speziell für große Lasten und lange Hubdistanzen, wie sie bei Orchesterpodien und variablen Bühnen-Plattformen auftreten, hat Serapid den Link-Lift entwickelt, eine Kette mit blockförmigen Gliedern, die besondere Stabilität auch bei langen Hüben (bis etwa 15 m) erreicht. Der mehrfach ausgezeichnete Link-Lift hat mittlerweile auch in der „rauen“ Industrie großen Anklang gefunden.

Die Philosophie von Serapid ist einfach: Ständige Weiterentwicklung und Verfeinerung erlauben generelle Innovation und Spezialisierung in immer neuen Feldern. Nachdem man bereits in der Medizintechnik Fuß gefasst hat, liegen neue Anwendungsgebiete wie behindertengerechte Haustechnik oder intelligente Heimautomation nicht fern.

Zuverlässigkeit, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit

Gerade bei der vertikalen Lastenförderung werden besondere Anforderungen an die Schubkette gestellt. Auch in Ruhestellung steht die Kette permanent unter Lasteinfluss und besonders beim Anfahren potenziert sich der Kraftaufwand.

Mit den beiden Systemen "ChainLift" und "LinkLift" gibt es zwei Serien von Liftsystemen von Serapid, deren einzelne Modelle für Anforderungen bis zum Hochlast- und Extrembetrieb ausgelegt sind.

Alle Modelle sind auf dem neuesten Stand der Entwicklung. Serapid hat seine Produkte im Lauf der Jahrzehnte ständig verbessert. Zuverlässigkeit und Sicherheit, zertifiziert nach den einschlägigen nationalen und internationalen Normen, gehören dabei zu den wichtigsten Zielen. Neben der Umweltfreundlichkeit: Serapid Systeme, so der Hersteller, bringen eine Energieeffizienz von 80 bis 90%. (hö)

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