Werkzeugmaschinen

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie setzt 2016 auf moderaten Zuwachs

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

„Wir erwartet für 2016 einen moderaten Zuwachs von 1 Prozent“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken)
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„Wir erwartet für 2016 einen moderaten Zuwachs von 1 Prozent“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) (Bild: VDW)

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Für 2016 zeigt sich die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie vorsichtig optimistisch. „Wir erwartet für 2016 einen moderaten Zuwachs von 1 %“,hat Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main gesagt.

Grundlage für diese Einschätzung sind die Investitionen der wichtigen Abnehmerbranchen, der Weltwerkzeugmaschinenverbrauch und schließlich der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller.

Für die Investitionen erwartete Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, im Herbst des vergangenen Jahres einen weltweiten Anstieg von 4 %. Zugpferde sind traditionell die Automobilindustrie gefolgt von Elektro-/Elektronikindustrie, der Herstellung von Metallerzeugnissen und vom Maschinenbau. Der Werkzeugmaschinenverbrauch soll um 4,2 % anziehen. An der Spitze steht Europa (plus 4,6 %) dicht gefolgt von Asien (plus 4,5 %) und Amerika (plus 2,5 %).

Produktion und Auftragseingang auf etwa gleichem Niveau

Der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller, Indikator für die mittelfristige Geschäftstätigkeit, ist 2015 moderat um 1 % auf 14,9 Milliarden Euro gestiegen. Damit pendeln sich Produktion und Auftragseingang auf etwa gleichem Niveau ein.

Während der ersten drei Quartale 2015 bestellten Asien und Europa 4 bzw. 3 % mehr deutsche Werkzeugmaschinen als im Vorjahr. Die Orders aus China, mit einem Anteil von rund einem Viertel an den Gesamtbestellungen, verloren abermals 8 %. Das zeigt, der Umstrukturierungsprozess im Land der Mitte wird noch lange ein Thema bleiben. Dennoch bleibt China allein wegen der Größe des Marktes wichtig. Das Land steht für ein Drittel des internationalen Werkzeugmaschinenverbrauchs.

2015 produzierte die Branche Maschinen im Wert von 15,1 Milliarden Euro

Die VDW-Prognose baut auf dem Rekordjahr 2015 auf. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie produzierte im abgelaufenen Jahr Maschinen im Wert von 15,1 Milliarden Euro, was einer Steigerungsrate von 4 % entspricht. „Das ist nach zuletzt 2013 abermals ein Rekordergebnis“, erklärt Prokop.

Mit einer Exportquote von rund 70 % und einem Exportzuwachs von 4 % auf etwa 9,4 Milliarden Euro hat das Ausland etwas stärker zum Gesamtergebnis beigetragen als der Inlandsverbrauch. Besonders gut lief entgegen aller Erwartungen Europa mit plus 8 %.

Asien hingegen, vor wenigen Jahren fast gleichauf mit Europa, enttäuschte mit einem Rückgang der Exporte von 5 %. Der größte Markt China mit einem Anteil von immer noch über einem Fünftel ließ kräftig Federn.

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