Laserschmelzen

Concept Laser gründet Tochtergesellschaft in Dallas

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Mann der ersten Stunde: John Murray, CEO der Concept Laser Inc., Dallas (Texas - USA): „Concept Laser ist technologiegetrieben, nicht kapitalgetrieben.“
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Mann der ersten Stunde: John Murray, CEO der Concept Laser Inc., Dallas (Texas - USA): „Concept Laser ist technologiegetrieben, nicht kapitalgetrieben.“ (Bild: Concept Laser)

Concept Laser hat in den USA eine Tochtergesellschaft gegründet und will sich damit langfristig im US-Markt positionieren. Die neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Dallas (Texas) nahm ihre Tätigkeit offiziell zum 1. August 2014 unter Führung von CEO John Murray auf.

Die Nachfrage nach Laser-Cusing-Anlagen in den USA war bereits in den zurückliegenden Jahren hoch. Die Entwicklung der letzten zwei bis drei Jahre machte eine regionale Struktur notwendig, um schnell vor Ort Vertriebs- und Serviceaufgaben wahrnehmen zu können.

Die dynamische Marktentwicklung additiver Fertigungsstrategien in den USA ist inzwischen nicht nur unter Insidern bekannt. Kontinuierlich kommen die wesentlichen Impulse aus der Luft- und Raumfahrt. In der Raumfahrtbranche der USA werden die Fertigungsstrategien so konsequent auf generative oder additive Ansätze „geeicht“, wie sonst nirgends auf der Welt. Andere wichtige US-Industriezweige, wie Automotive oder die Medizintechnik, adaptieren nun die neuen Möglichkeiten einer generativen Fertigung.

Regierung der USA setzt auf neue Strategien in der Fertigung

Der hohe Stellenwert, den die generative Fertigung in den USA genießt, hat einen politisch motivierten Hintergrund. So kündigte die Regierung Barack Obama bereits im Jahr 2013 an, mit einem Volumen von 200 Mio. US Dollar, drei neue Institute zu gründen, die sich auf generative Fertigung, Leichtbau-Composite und neue Energiequellen konzentrieren sollen. Die drei neuen Schlüsseltechnologien gelten allgemein als entscheidende industrielle Werttreiber in der Zukunft.

Langfristiges Engagement

Aus Sicht von Concept Laser wurde der Schritt einer eigenen Struktur in den USA gründlich vorbereitet. Zum einen, weil das Unternehmen langfristig und kompetent Flagge zeigen möchte, zum anderen, weil das Stammhaus als Pionier des Laserschmelzens seine technologischen Möglichkeiten auf der Basis zahlreicher Patente unter Beweis stellen möchte. Der Einstieg in den USA war von langer Hand geplant: Zum Zeitpunkt der Gründung der US-Tochter waren bereits über 40 Laser-Cusing-Anlagen in den USA installiert. Als mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen sei man, so John Murray, der Börsennotierung gegenüber nicht verpflichtet, sondern könne, den Ertrag ungebremst in Felder der Zukunft wie etwa Produktentwicklung und F&E reinvestieren. John Murray: „Concept Laser ist technologiegetrieben, nicht kapitalgetrieben.“

Weiterer Ausbau geplant

Nach dem ersten Schritt rechnet die Unternehmensführung von Concept Laser mit einem weiteren Ausbau der USA-Kapazitäten. Allerdings wolle man auch die Märkte in Europa nicht vernachlässigen und die Struktur den Markterfordernissen weiter anpassen. Kurzfristig werde man vor allem in China, am Standort Ningbo, die regionalen Aktivitäten stärken, um in allen drei wichtigen Industrieregionen der Triade kurze Wege zum Kunden zu realisieren. Das Regional-Management soll schnelle Reaktionen auf Kundenbedürfnisse oder Servicefunktionen ermöglichen, gleichzeitig aber auch den Dialog zu den Anwendern verbessern und einen intensiven Austausch von Informationen ermöglichen. „Neben dem Stammsitz für den europäischen Markt, der neuen Niederlassung in den USA und einer existierenden Niederlassung in China sind wir dann in drei exponierten Regionen rund um den Globus aktiv“, so Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter der Concept Laser GmbH. (jup)

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