Formula Student

Besser Gas geben mit ACE Gasfedern

| Redakteur: Bernhard Richter

Das Hawks Racing Team der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg nutzt Industriegasfedern für die Pedale im Cockpit ihres Formel Student Rennwagens.
Das Hawks Racing Team der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg nutzt Industriegasfedern für die Pedale im Cockpit ihres Formel Student Rennwagens. (Bild: Flickr.com/Johann-Nikolaus Andreae / CC BY-SA 2.0)

Industriegasfedern sind im Allgemeinen als Helfer beim Öffnen und Schließen von Hauben, Deckeln oder auch von Klappen bekannt. In der Kfz-Industrie werden sie besonders häufig an Motorhauben, Kofferraumabdeckungen und Heckklappen genutzt. Dass sie noch wesentlich mehr können, zeigt der Einsatz in einem Rennwagen.

Rennwagen haben im Gegensatz zu handelsüblichen PKW kleinere Grenzbereiche. Das heißt: der Fahrer kann fast bis ans Limit gehen, ohne dass der Wagen ihm Warnsignale z. B. in Form eines Schlingerns gibt. Schießt er allerdings sprichwörtlich übers Ziel hinaus, findet er sich schnell abseits der Strecke wieder. Das passiert im Straßenverkehr durch die stärkeren Warnsignale deutlich seltener. Auf der anderen Seite werden technische Weiterentwicklungen häufig zunächst in Rennwagen verbaut und finden über diese Zwischenstation den Weg zur Serienreife. So wundert es nicht, dass sich auch der akademische Nachwuchs mit diesem Thema beschäftigt, eigene Rennserien eingeschlossen. An der größten dieser Art nimmt auch das Team HAWKS Racing e. V. teil.

ACE unterstützt Studenten des HAWKS Racing e. V. der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg mit Industriegasfedern für die Pedalen im Cockpit. Diese lassen den Fahrer trotz der Erschütterungen aus dem Fahrbetrieb die gewünschte Pedalposition konstanter halten und stabilisieren zudem den Fahrerfuß in fahrkritischen Situationen
ACE unterstützt Studenten des HAWKS Racing e. V. der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg mit Industriegasfedern für die Pedalen im Cockpit. Diese lassen den Fahrer trotz der Erschütterungen aus dem Fahrbetrieb die gewünschte Pedalposition konstanter halten und stabilisieren zudem den Fahrerfuß in fahrkritischen Situationen (Bild: ACE)

Dahinter verbirgt sich eine Gruppe von Studenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). Dort entwickeln und fertigen die Studenten Rennfahrzeuge, mit denen sie an der „Formula Student“ teilnehmen. Diese gilt als der größte internationale Konstrukteurswettbewerb für Studenten und unterscheidet sich von anderen Rennserien vor allem darin, dass an den einzelnen Veranstaltungstagen nicht die schnellsten Autos, sondern die besten Gesamtpakete ausgezeichnet werden. Auch die Konstruktionsmethodik, das Kostenbewusstsein und ein hypothetischer Geschäftsplan müssen die Juroren überzeugen. Das Hamburger Team schloss die Events in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit unter den Top 5 ab. Der zehnte Wagen des HAWKS Racing Teams besticht durch zahlreiche Details. Einige davon befinden sich an der Pedalerie des sogenannten H0X. So sind dort z. B. auch handelsübliche Industriegasfedern der ACE Stoßdämpfer GmbH integriert.

ACE liegt auch bei Studenten deutlich vorn

Sowohl die Hamburger Studenten als auch die ACE Dämpfungsspezialisten aus Langenfeld im Rheinland arbeiten innovativ und partnerschaftlich. Entsprechend unkompliziert verlief ihre Zusammenarbeit - und zwar von den ersten Gesprächen über den Einbau der Maschinenelemente und sogar darüber hinaus. Ausgangspunkt der Kooperation war einer der Studenten selbst. Nachdem das Team in der Anfangsphase an den Pedalen konventionelle Schrauben-Federn verbaut hatte und mit den von ihnen gelieferten Ergebnissen in Sachen Druckpunkt und Stabilisation des Fahrerfußes nicht zufrieden war, schwebte dem Studenten Jörn Matthaei schnell das Einbauen von Gasfedern vor: „Ich habe deshalb die Gasfeder-Datenblätter verschiedener Hersteller verglichen, und wir haben uns daraufhin im Entwicklerteam entschieden, uns näher mit denen von ACE zu beschäftigen“, so Matthaei. Nach eigener Aussage gab es gleich mehrere Faktoren, die dafür sprachen, aus dem vielfältigen Angebot die Langenfelder zu kontaktieren: „Maßgeblich für die Entscheidung für eine Gasfeder von ACE war der kompakte Bauraum, die einfache Einstellbarkeit und der theoretisch mögliche Kraftbereich der Gasfeder. Zudem stach der Internetauftritt hervor.“ Bei der Einstellbarkeit habe die angehenden Konstrukteure speziell auch das Ablassen des Gasdruckes angesprochen, so Matthaei.

Der Typ GS-15–40-BB-120 im Test. Wegen ihrer kompakten Maße lassen sich die ACE Industriegasfedern leicht in das Cockpit des Rennwagens integrieren.
Der Typ GS-15–40-BB-120 im Test. Wegen ihrer kompakten Maße lassen sich die ACE Industriegasfedern leicht in das Cockpit des Rennwagens integrieren. (Bild: ACE)

10 Jahre Formula Student Germany

Konstruktionswettbewerb

10 Jahre Formula Student Germany

07.08.15 - Waren es im ersten Jahr der Formula Student German noch elf Studententeams aus vier Nationen, so kämpften in diesem Jahr 115 Teams aus aller Welt um die begehrten Trophäen des Konstruktionswettbewerbs. Insgesamt kamen vom 28. Juli bis 2. August 2015 rund 3.000 Studierende zusammen und zelebrierten das zehnjährige Bestehen einer Idee, die auf einem Bierdeckel in einem Pub in Birmingham entstand. lesen

Diese Punkte führten in Kombination dazu, dass sich die Studenten direkt an den technischen Support des Langenfelder Unternehmens wandten. Das Gespräch über geometrische Details, Einfederwege, Anbindungs- und Einsatzmöglichkeiten einer Gasfeder in einer Pedalerie vermittelte den Studenten sofort den Eindruck, dass sie ihre erste Einschätzung nicht getäuscht hatte. Außerdem waren sie beeindruckt, dass ACE schon auf ähnliche Konstruktionslösungen bei professionellen Rennteams verweisen konnte. Eine Überraschung gab es für Jörn Matthaei dann aber doch: Seiner Bitte um Muster der Gasfeder GS-15-40-BB-120 wurde nicht nur entsprochen, ACE stellte die Produkte auch noch kostenfrei zur Verfügung. „Kooperationen mit Hochschulen sind uns sehr wichtig. Durch die Unterstützung der Konstrukteure der Zukunft haben auch wir schon häufig wertvolle Rückmeldungen erhalten, durch die wir unser Portfolio haben sinnvoll ergänzen können“, so Rainer Loh, der erfahrene Leiter des Gasfederteams bei der ACE Stoßdämpfer GmbH.

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