Lordosenstütze

Bequemer sitzen mit Klebstoffen

| Redakteur: Bernhard Richter

Zum zuverlässigen Abdichten der Pins kommen lichthärtende Klebstoffe von Delo Industrie Klebstoffe zum Einsatz.
Zum zuverlässigen Abdichten der Pins kommen lichthärtende Klebstoffe von Delo Industrie Klebstoffe zum Einsatz. (Bild: Delo)

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Lendenwirbelstützen in Autositzen sind auf dem Weg in den Massenmarkt. Für zuverlässige und schnellgefertigte Produkte setzt der Hersteller auf Klebstoffe von Delo

Der Mensch ist nicht fürs Sitzen gemacht und verbringt doch unzählige Stunden auf Büro- und Küchenstühlen, Sofas und im Auto. Kein Wunder, dass der Bandscheibenvorfall zur Zivilisationskrankheit geworden ist und allein in Deutschland elf Millionen Menschen unter Rückenschmerzen leiden. In der Automobilbranche und bei deren Kunden hat jedoch ein Umdenken stattgefunden. Es wird mehr Wert auf gesundes und komfortables Sitzen gelegt.

Eine wichtige Rolle dafür spielen Lordoseventile. Diese kleinen Helfer sind vor allem als pneumatische Aktoren für Lendenwirbelstützen bekannt geworden. Zunächst dem Premiummarkt vorbehalten, finden sie sich zunehmend auch im Massenmarkt wieder. Ein weiterer Trend dabei ist, dass sie kleiner und leichter werden, wodurch sie sich als Ventil-Inseln nebeneinander verbauen lassen, ohne zu viel wertvollen Bauraum zu beanspruchen. Zudem werden sie multifunktionaler, wodurch sie nicht länger nur als Rückenstützen zum Einsatz kommen, sondern auch als Lehnenbreiten-Verstellung oder für Sitzmassagen. In einem aktuellen Oberklassemodell finden sich für einen Aufpreis von 2000 Euro gar 14 temperierte Luftkissen, die sich der Körperkontur exakt anpassen.

Lordosenmetropole Treuchtlingen

Die Alfmeier Präzision Aktiengesellschaft mit ihrem Hauptsitz in Treuchtlingen gehört zu den wichtigsten Anbietern von Lordoseventilen im Markt. Pro Jahr laufen mehrere hunderttausend Stück vom Band. Daneben beliefert das inhabergeführte Familienunternehmen die Automobilbranche, die Medizintechnik sowie die Elektroindustrie auch mit Aktuatoren, Pumpen und Kunststoffformteilen. Von Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland, Tschechien, China, Korea, USA und Mexiko aus bedienen 2000 Mitarbeiter europäische, amerikanische und asiatische Erstausstatter.

Für ein dauerhaft zuverlässiges Funktionieren der Alfmeier-Ventile ist die Dichtheit der elektrischen Anschlusskontakte an der Gehäusedurchführung entscheidend, schließlich beträgt der Arbeitsdruck 1–1,5 bar, teilweise sogar 2,5 bar. Für die Abdichtung dieser Kontakte setzt Alfmeier auf einen Verguss mit Klebstoffen. Andere Verfahren wie etwa das Umspritzen kommen nicht in Frage. Denn neben der Zuverlässigkeit der Lösung ist Alfmeier ein weiteres Kriterium wichtig: Geschwindigkeit. Eine einfache Klebstoffdosierung und eine schnelle Aushärtung stehen dabei im Mittelpunkt. Nur so kann das Unternehmen kurze Taktzeiten erreichen, um tatsächlich Serienprozesse zu realisieren, die auch eine Inline-Funktionsprüfung der Abdichtung einschließen.

Als Projektpartner hat sich Alfmeier für Delo Industrie Klebstoffe entschieden. Der Mittelständler mit seinem Portfolio an Highend-Klebstoffen war schon früh mit an Bord und brachte seine Kompetenz bei Klebeprozessen von großen Stückzahlen ein. Das Aufsetzen und Testen aller Fertigungsprozesse gehörte genauso dazu wie eine spezielle Modifizierung der Klebstoffe auf die Anforderungen bei Lordoseventilen. „Kleben ist ein leistungsfähiges, aber teilweise auch komplexes Fügeverfahren. Daher ist es wichtig, nicht einfach nur Produkte zu verkaufen, sondern im Vorfeld umfassend zu testen und alle Fertigungsaspekte mit den Kunden auf Augenhöhe zu besprechen und zu planen“, sagt Christian Walther, Vertriebsleiter Deutschland bei Delo.

Lordoseventile von Alfmeier sollen für hohen Sitzkomfort sorgen.
Lordoseventile von Alfmeier sollen für hohen Sitzkomfort sorgen. (Bild: Delo)

Delo unter Bayerns Best 50

Klebstoff

Delo unter Bayerns Best 50

31.08.15 - Das Unternehmen Delo Industrie Klebstoffe zählt erneut zu den 50 wachstumsstärksten Mittelständlern Bayerns. Delo hat die Auszeichnung "Bayerns Best 50" von der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in der Münchner Residenz überreicht bekommen. lesen

Nach einigen Vorversuchen mit zahlreichen unterschiedlichen Produkten kamen ein einkomponentiger und ein zweikomponentiger Klebstoff in die Endauswahl. Aufgrund der deutlich schnelleren Aushärtung und einfacheren Verarbeitung fiel die Wahl dann auf den einkomponentigen, lichthärtenden Klebstoff, was eine Dichtheitsprüfung direkt im Prozess ermöglicht. Genauer gesagt handelt es sich sogar um ein so genanntes dualhärtendes System. Dabei wird der Klebstoff an allen lichtzugänglichen Stellen mit LED-Lampen ausgehärtet, wodurch die Ventile sofort weiterverarbeitet werden können. In den Schattenzonen, in die das Licht nicht vordringen kann, härtet der Klebstoff über den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit sicher aus, was eine hohe Zuverlässigkeit gewährleistet. Auch bei den LED-Lampen setzt Alfmeier auf Produkte von Delo. Diese sind nicht nur auf den Klebstoff abgestimmt, sondern überzeugen mit hoher Intensität und homogener Lichtverteilung.

Produziert werden die Ventile in einer etwa sechs Meter langen Linearanlage, wobei der Klebeprozess ein Viertel ausmacht. Zu Beginn werden die Ventile automatisch zugeführt, anschließend erfolgt die Klebstoffdosierung aus einem Drucktank. Dank der erwähnten Lichthärtung ist der Pin-Verguss innerhalb von etwa 10 Sekunden ausgehärtet, wodurch die gesamte Taktzeit von Dosierung über Aushärtung und Qualitätsprüfung lediglich wenige Sekunden umfasst. Damit ist Alfmeier auf für eine weitere Produktionssteigerung gerüstet – und die wird angesichts des Booms bei Komfortsitzen kommen.

(br)

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