Fernüberwachung

Antriebsdaten in der Cloud

| Redakteur: Sandra Häuslein

Nord hat eine Cloud-Lösung zur Fernüberwachung und Analyse von Antriebsverhalten entwickelt (im Bild: Applikationstestzentrum Bargteheide).
Nord hat eine Cloud-Lösung zur Fernüberwachung und Analyse von Antriebsverhalten entwickelt (im Bild: Applikationstestzentrum Bargteheide). (Bild: Nord)

Nord Drivesystems hat ein Konzept für einen vernetzten Antriebsaufbau entwickelt. Damit sollen Zustandsdaten von Antrieben in Echtzeit erfasst und über eine Cloud bereitgestellt werden. Betreiber sollen die Daten für Energiemanagement und Fernwartung nutzen können.

Nord Drivesystems will Industrie-4.0-orientierten Maschinenbauern und Anlagenbauern ab sofort Lösungen dafür anbieten, Zustandsdaten von Antrieben in Echtzeit über eine Cloud bereitzustellen. Grundsätzlich sollen alle Antriebsachsen weltweit über eine Internetverbindung überwacht werden können. Im Applikationstestzentrum von Nord in Bargteheide wurde das Konzept in der Praxis in einem vernetzten Antriebsaufbau erprobt, der auf Standardschnittstellen und -komponenten beruht. Die Frequenzumrichter und Motorstarter werden über Profinet angesteuert. Sie sollen die Zustandsdaten in UDP-Paketen mit auf der Busleitung verschicken, ohne die Steuerungskommunikation zu beeinträchtigen.

Die Antriebe senden Daten über ihre Stromaufnahme, Drehzahl und Spannung sowie das Statuswort, getunnelt durch eine Siemens-PLC, an ein IoT-Gateway und in die Cloud. Die Zustandsdaten sollen sich für Energiemanagement und Fernwartung auswerten lassen. Überlastung und Fehlerzustände lassen sich visualisieren. Dem Unternehmen zufolge können auch jederzeit weitere Applikationsdaten, wie die Daten der angeschlossenen Sensoren und Aktoren, in die Cloud gespeist werden. Aus den Zustandsdaten lassen sich zudem weitere Werte ableiten, insbesondere die aktuellen Öltemperaturen. Dies wurde bereits in ersten Versuchen validiert. Die daraus folgende Ermittlung der Ölalterung kann für die vorausschauende Wartung genutzt werden. Nord will dieses und weitere Industrie-4.0-nahe Konzepte laufend weiterentwickeln und unter anderem bereits seit einiger Zeit einsatzfähige ökonomische Lösungen für die Zustandsüberwachung auf Basis virtueller Sensorik bieten. (sh)

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