Steckverbinder und Reihenklemmen

Anschlusstechnik für eine intelligente Vernetzung

| Autor: Sandra Häuslein

Hersteller von elektrischer Verbindungstechnik müssen künftig auf zunehmende Übertragungsraten reagieren – egal ob Leistung, Signal oder Daten.
Hersteller von elektrischer Verbindungstechnik müssen künftig auf zunehmende Übertragungsraten reagieren – egal ob Leistung, Signal oder Daten. (Bild: © alphaspirit/Fotolia.com)

Mit den Industrie-4.0-Konzepten kommen auch Herausforderungen auf die elektrische Verbindungstechnik zu. Wie Hersteller darauf reagieren, zeigen folgende Beispiele.

Die Vision Industrie 4.0 sieht effizientere und flexiblere Produktionssysteme vor“, „Der Umfang genutzter Informationen und Daten wird sich massiv erhöhen“, „Mit der Dezentralisierung von Maschinen und Anlagen nimmt die Anzahl der Verbindungspunkte deutlich zu“. Das alles sind Aussagen aus dem Whitepaper „Elektrische Verbindungstechnik für Industrie 4.0“, herausgegeben vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Die Bedeutung der elektrischen Verbindungstechnik im Umfeld der Industrie 4.0 wird also stark zunehmen. Doch worauf liegt der Fokus?

Der ZVEI benennt hier fünf Felder:

Digitaler Zwilling

Das erste handelt von der erhöhten digitalen Repräsentanz einer Komponente im Engineering-Prozess. Da die reale und virtuelle Welt immer weiter zusammenwächst, erhält mittlerweile auch jedes physische Produkt von Beginn an einen „digitalen Zwilling“, der sich stetig weiterentwickelt. Der VDE|DKE arbeitet derzeit mit Phoenix Contact, Rittal und Eplan daran, wie sich auch Normen in eine maschinell interpretierbare, formalisierte Form überführen lassen. Denn so könnten technische Aspekte des digitalen Zwillings bereits während des Engineerings geprüft und so Probleme des Endprodukts erkannt werden.

Normenkonformität des „digitalen Zwillings“ automatisiert vorprüfen

Industrie 4.0

Normenkonformität des „digitalen Zwillings“ automatisiert vorprüfen

10.06.16 - Der VDE|DKE hat in Zusammenarbeit mit Phoenix Contact, Rittal und Eplan eine Demoversion zur digitalisierten Vorprüfung entwickelt, die zeigen soll, wie die Normung der Zukunft aussehen kann – nämlich maschinell interpretierbar in formalisierter Form. lesen

Standardisierte Datenmodelle und Stecksysteme

Die zunehmende Digitalisierung bedeutet auch, dass Mengen an Daten und Informationen entstehen, die über den gesamten Lebenszyklus einer Komponente handhabbar bleiben müssen. Um hier weltweit mit unterschiedlichen Partnern vernetzt operieren zu können, sind vor allem globale Standards wichtig – das zweite Feld, das der ZVEI benennt. Dazu zählen aber nicht nur standardisierte Datenmodelle und Beschreibungssprachen; die Standardisierung betrifft auch die physische Komponente selbst. Im Falle von Stecksystemen sind dies beispielsweise die Steckgesichter mit vollumfänglich standardisierten Schnittstellen.

Neue Maschinensprache für Industrie 4.0

Industrie 4.0

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26.09.16 - Bosch will eine der wichtigsten Einstiegshürden für kleinere Unternehmen in die vernetzte Industrie abbauen. Das Unternehmen stellt einen selbstentwickelten, neuen und offenen Industriestandard zum Austausch von Daten in der vernetzten Industrie vor. Damit ist das Zusammenspiel unterschiedlichster Partner im IoT (Internet of Things, Internet der Dinge) und in der Industrie 4.0 möglich. lesen

Elektronik integrieren

Das dritte Feld im Whitepaper des ZVEI klingt spannend: Integration von Elektronik heißt es dort. Mit der Elektronik kommt Intelligenz ins Spiel, denn mit deren Hilfe lassen sich Komponenten so entwickeln, dass sie in der Industrie-4.0-Umgebung mitdenken und so zu mehr Effizienz und Produktivität beitragen. Harting entwickelte beispielsweise mithilfe eines CAN-ID-Moduls einen „smarten“ Steckverbinder, der fehlerhafte Konfigurationen verhindern und die vorausschauende Wartung vereinfachen kann.

Intelligente Steckverbinder – wenn Komponenten kommunizieren

Steckverbinder

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28.09.16 - „Smarte“ Steckverbinder ermöglichen die Identifizierung von Komponenten und Maschinenelementen einer Anlage. Damit helfen sie bei Installation und intelligenter Wartung. lesen

Anwenderfreundlichkeit gefragt

Einfach – das ist auch das richtige Stichwort für Themenfeld 4. Denn laut ZVEI wird auch die Anwenderfreundlichkeit, also eine einfach Handhabung, immer wichtiger. Ein großes Thema ist hier beispielsweise die Push-in-Anschlusstechnik, die mittlerweile immer mehr Unternehmen für Steckverbinder und Reihenklemmen anbieten. Vor allem bei der Verdrahtung im Schaltschrank spielt die Push-in-Technik eine große Rolle. Bei einer Umfrage, die Vogel Business Media im Auftrag von Phoenix Contact im Jahr 2014 durchgeführt hat, wurden als Argumente für diese Technik vor allem die geringe Verdrahtungszeit, die einfache Handhabung sowie die reduzierten Prozesskosten bei der Installation genannt. Neben Installation und Betrieb können auch Planung und Konfiguration anwenderfreundlich gestaltet werden. Wieland Electric bietet hierfür ein neues Online-Tool: Wieplan Click-2-buy. Es soll die Planung und Projektierung sowie die Preisermittlung und Bestellung von Klemmleisten erleichtern. Dabei gibt es eine bidirektionale Schnittstelle zu Eplan. Für die Produktauswahl werden die Projektdaten automatisch aus dem Schaltplan übermittelt. Die einfach Handhabung aber auch das vernetzte Prozess-Engineering stehen dabei im Fokus.

„Effizienz in der Verdrahtung ist ein großes Thema“

Interview zur Push-in-Anschlusstechnik

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17.11.14 - Schon seit einigen Jahren bietet Phoenix Contact die Push-in-Anschlusstechnik an, mit der sich starre oder mit Aderendhülsen versehene Leiter ohne Werkzeug anschließen lassen. Klaus Firschke, Abteilungsleiter Produktmarketing für Industrial Cabinet Connectivity bei Phoenix Contact, sprach über Trends in der Anschlusstechnik im Allgemeinen und die Push-in-Technologie im Besonderen. lesen

Smartes Online-Tool erleichtert Konfiguration und Bestellung von Klemmleisten

Reihenklemme

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15.09.16 - Wieland Electric bietet ein Online-Tool, das die Planung und Projektierung von Klemmleisten erleichtern soll. Zudem ermittelt das Tool Preise und vereinfacht den Bestellvorgang. Aufgrund der durchgängigen Vernetzung über SAP bis in die Fertigung sollen kundenspezifische Lieferungen ab Losgröße 1 ermöglicht werden. lesen

Übertragungstechnologien ändern sich

Schließlich geht es bei elektrischen Verbindungen auch um die Übertragungstechnologien – das fünfte Themenfeld des ZVEI. Hohe Übertragungsraten und großen Informationsflüsse setzen eine störungsfreie Signal- und Datenübertragung voraus. Dazu müssen Anschlusskomponenten prozesssicher funktionieren. Lapp und auch Intercontec haben z. B. ihre Konfektionierung teilautomatisiert und erreichen aufgrund neuer Prozessschritte eine 360°-Schirmung, die die Abschirmwirkung deutlich verbessert. Weidmüller hingegen hat eine kontaktlose Energieübertragung entwickelt, die auf der induktiven Kopplung zwischen zwei Stromkreisen basiert. Damit sollen sich künftig vollkommen neue Möglichkeiten ergeben, eine Verbindung herzustellen.

Hochwertige Servokonfektionen noch schneller zum Kunden bringen

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25.08.16 - Lapp hat die Fertigung seiner Servokonfektionen zu großen Teilen automatisiert. Was das den Kunden bringt, zeigt die Zusammenarbeit mit Werkzeugmaschinenbauer Emag. lesen

Startschuss für Steckverbinder 4.0 fällt im Jubiläumsjahr

Steckverbinder

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22.12.15 - Intercontec feiert 2016 20-jähriges Firmenjubiläum. Im Jubiläumsjahr wird der Neubau der Firmenzentrale mit Fertigungshallen und Verwaltungsgebäude offiziell eingeweiht. Außerdem startet das Unternehmen bereits im Januar mit der Produktion des ersten maschinell verarbeitbaren M-23-Steckverbinders 4.0 für die industrielle Großserienfertigung. lesen

Kontaktlose Energieübertragung in Reinräumen

Anschlusstechnik

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28.09.16 - Weidmüllers Freecon Contactless ist eine kontaktlose, wartungsfreie Energieübertragung bis 240 W. Geringe Übertragungsverluste sorgen laut Hersteller für einen Wirkungsgrad bis 90 %. Das System soll sich vor allem für Reinraumanwendungen in der Medizintechnik, Lebensmittel- oder Elektroindustrie, etc. eignen. lesen

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